Prechtl-Grundnig: EE erzeugen Arbeitsplätze
In Österreich könnten 100.000 Arbeitsplätze entstehen – wenn das Land von fossilen auf erneuerbare Energien umsteigen würde. Das hat eine Studie des Energieinstituts an der Johannes Kepler Universität Linz ergeben.
EEÖ: Konjunktur- und Klimapolitik verbinden, um Arbeitsplätze zu schaffen
“Der Umstieg von fossilen Energien auf erneuerbare Energien sichert nicht nur unsere Zukunft und die unserer Kinder und Enkelkinder. Ambitionierte Ausbaupläne und Strategien sind gerade jetzt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gefragt”, sagt Martina Prechtl-Grundnig, Geschäftsführerin des Dachverbands Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ). Sie hat die Linzer Studie zu den wirtschaftlichen Effekten von Investitionen in regenerative Energien im Bundesministerium für Klimaschutz vorgestellt. Die Studie zeige, dass die Verknüpfung von Konjunktur-und Klimapolitik ein äußerst wirksamer Hebel zur Bekämpfung des Wirtschaftseinbruchs sie. Die Chancen gelte es nun zu nutzen.
Alle Erneuerbaren tragen bei
Die Studie zeigt, dass mit dem Ausbau und der Speicherung erneuerbarer Energie in den kommenden zehn Jahren bei jährlichen Investitionen von 4,5 Milliarden Euro mehr als 100.000 Arbeitsplätze gesichert oder geschaffen werden können und ein zusätzliches Bruttoinlandsprodukt von durchschnittlich 9,8 Milliarden Euro generiert werden kann. Auf ihre Wertschöpfungseffekte untersucht hatten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowohl Biogas, Biomasse, Geothermie, Photovoltaik, Solarthermie, Wasserkraft und Windenergie als auch Pumpspeicherkraftwerke. “Mit einer Technologieoffensive kann es auch gelingen, die Marktanteile heimischer Unternehmen noch weiter zu steigern, sodass die angeführten volkswirtschaftlichen Ergebnisse noch positiver ausfallen können”, erklärt Professor Horst Steinmüller, Geschäftsführer des Energieinstituts, die positiven Effekte des Ausbaus erneuerbarer Energien.