Pellets Herstellung

Produktion von Holzpellets

Pellets sind kleine zylinderförmige Presslinge. Als Rohstoff dienen naturbelassene Holzreste wie Hobel- und Sägespäne. Als typische Pellets-Produzenten kommen große Säge- und Hobelwerke in Betracht, bei denen der Rohstoff als Koppelprodukt anfällt und dadurch Synergien im Fertigungszyklus entstehen.

 

 

Rohstoffaufbereitung

Für die Produktion von einer Tonne Pellets, werden sechs bis acht Kubikmeter Hobel- und Sagespäne benötigt. Die Qualität des eingesetzten Rohstoffes spielt für die Holzpellets eine entscheidende Rolle. Um die geforderte Qualität sicherzustellen finden über die Aufbereitung bis hin zum fertigen Holzpellet verschiedene Qualitätsprüfungen statt. Zusätzlich ist für die Qualität der Pellets eine gewissenhafte Aufbereitung und Weiterverarbeitung des Rohstoffes von großer Bedeutung. Die Produktion von Holzpellets stellt somit hohe Ansprüche an das Herstellungsverfahren. Die Gründe liegen hierfür in der unterschiedlichen Holzfeuchte und Größe der Hobel- und Sägespäne. Verschiedene Holzarten stellen unterschiedliche Ansprüche an eine Pelletspresse. Harthölzer wie Buche und Eiche erfordern zum Beispiel eine höhere Presskraft als Weich- und Nadelhölzer. Um eine gleichmäßige Rohstoffqualität mit einer bestimmten Restfeuchte zu erzielen, werden die Späne im Vorfeld getrocknet und von Verunreinigungen befreit.

Pelletierung

Nach der Aufbereitung des Rohstoffes wird das Material durch eine Schnecke zu den Pressen befördert. Spezielle Rollen, sogenannte Koller, pressen das Material durch die Bohrungen einer Matrize. Die warmen Pellets werden nach dem Pressen auf die gewünschte Länge abgeschnitten und mit Umgebungsluft abgekühlt. Holz besteht überwiegend aus den Inhaltsstoffen Lignin und Zellulose. Durch den Druck beim Pressen wird das Lignin klebefähig und ummantelt die Zellulosefasern. so kann auch ohne Zusatz von Bindemitteln pelletiert werden. Die Abriebfestigkeit der Pellets wird durch die Zugabe von Presshilfsmittel wie Stärke und Mehl sichergestellt. Diese naturbelassene Beimischung ist bis zu einem Anteil von 2 % zulässig. In der Regel werden aber nicht mehr als 0,5 % des Presshilfsmittels zugesetzt.

Vor der Einlagerung der Holzpellets in ein Lagersilo sowie vor der Verladung in die LKWs werden nochmals der Abrieb und die Feinanteile abgesiebt. Dadurch wird sichergestellt, dass der Feinanteil maximal 1 % beträgt. Der Energieaufwand, der für die Produktion und Bereitstellung der Pellets aus trockenen Holzresten benötigt wird ist im Vergleich zu Erdgas oder Heizöl sehr gering. So beträgt der Aufwand an Energie zur Produktion und Bereitstellung von Pellets nur 2,7 % der Endenergie, bei Erdgas dagegen 10 % und bei Heizöl sogar 12 %. Kommen feuchte Sägespäne oder Waldrestholz für die Pelletierung zum Einsatz dann steigt der Energieaufwand aufgrund des höheren Wassergehaltes.

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