EEÖ fordert Wärmewende

Mittwoch, 08. Mai 2013 | Autor: Joachim Berner

Bis 2020 könnten in Österreich 55 Prozent der benötigten Raumwärme von erneuerbaren Energiequellen stammen. “Das ist dringend nötig, denn die fossilen Energieträger werden teurer. Raumwärme muss sich jeder Österreicher leisten können”, sagt Josef Plank, Präsident von Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ). Um das Ziel zu erreichen hat der Dachverband kürzlich einige Maßnahmen vorgestellt: Installationsverbot von Ölheizungen, Kesseltauschprämie, steuerliche Abschreibung der Investition, Förderzins-Anhebung auf Öl- und Gasförderung, Einführung einer CO2-Steuer, Informationsoffensive und Vorbildwirkung der öffentlichen Hand sowie Abbau von rechtlichen Barrieren. Bislang liegt der Anteil erneuerbarer Energie am Raumwärmemarkt in Österreich bei rund 41 Prozent.

“Die größte Hürde für eine rasche Umsetzung der Energiewende beim Heizen liegt im Informationsdefizit der breiten Öffentlichkeit, wobei Werbekampagnen der fossilen Energiewirtschaft oftmals zur gezielten Fehlinformation der BürgerInnen beitragen”, sagt Plank. Aus diesem Grund schlägt er vor, dass die Bundesregierung eine gezielte Informationsoffensive startet, um über die Notwendigkeit und Chancen einer Energiewende beim Heizen zu informieren und die angebotenen finanziellen Anreize zu bewerben. Gleichzeitig solle der Bund  mit dem vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien selbst eine Vorbildfunktion übernehmen.

Das Maßnahmenpapier des EEÖ schlägt auch eine gesetzliche Bevorratungspflicht für Holzpellets ähnlich der für Erdöl und Erdgas vor. “Mit der zunehmenden Bedeutung von Pellets als direktem Heizölersatz wäre eine gesetzlich verankerte Bevorratung zur Sicherstellung der Versorgung auch unter außergewöhnlichen Umständen, wie zum Beispiel klimatischen Extremereignissen oder plötzlichem Anstieg des Verbrauchs durch viele Neuanlagen, sinnvoll und anzustreben”, erläutert Christian Rakos, Geschäftsführer von proPellets Austria. Aufgrund der Produktion im Inland wäre eine Bevorratung von fünf bis zehn Prozent des Jahresbedarfs ausreichend.

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