Österreichische Energiebranche uneins über Erneuerbare-Wärme-Paket

Dienstag, 24. Oktober 2023 | Autor: Joachim Berner

Regierung präsentiert Erneuerbare-Wärme-Paket Regierung präsentiert Erneuerbare-Wärme-Paket Mit ihrem Erneuerbare-Wärme-Paket setzt die österreichische Regierung auf Förderung statt auf Heizungsverbote. Nicht alle Verbände finden das gut.

Dachverband kritisiert Erneuerbare-Wärme-Paket

Als Kniefall vor der Gas- und Öl-Lobby bezeichnet der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich das Erneuerbare-Wärme-Paket. Geschäftsführerin Martina Prechtl-Grundnig kritisiert vor allem, dass ein verbindlicher Ausstieg für Öl- und Gasheizungen fehlt. Sie erinnert daran, dass das Erneuerbare-Wärme-Gesetz in mehr als 130 Abstimmungsrunden fertig verhandelt worden sei. Das nun vorgestellte Erneuerbare-Wärme-Paket habe mit dem Verhandelten nur mehr wenig gemeinsam. So soll die Umstellung bestehender fossiler Heizsysteme nun freiwillig geschehen. „Nur den Einbau fossiler Heizungen in Neubauten zu verbieten ist angesichts der Klimakrise und der Entwicklung auf den Energiemärkten zu wenig“, mahnt Prechtl-Grundnig. Um die Heizungsmodernisierung voranzutreiben, will die Bundesregierung die finanzielle Förderungen auf 75 Prozent der Investitionskosten erhöhen. Für energiearme Haushalte soll der Förderbeitrag noch höher liegen.

EEÖ sogrt sich um Förderbudget

Als weiteren wichtigen Schritt zum Ausstieg aus klimaschädlichen fossilen Heizungen bezeichnet dagegen Franz Titschenbacher, Präsident des Österreichischen Biomasse-Verbands (ÖBV) das Erneuerbare-Wärme-Paket. Durch die gleichzeitige Anhebung der Fördersätze für Holz-, Pellets- und Hackgutheizungen sowie Nahwärmeanschlüsse zeige die Regierung, dass sie es mit der Energiewende im Raumwärmebereich ernst meine. Titschenbacher begrüßt ebenso wie Prechtl-Grundnig den 100-Prozent-Fördersatz für einkommensschwache Haushalte. Die EEÖ-Geschäftsführerin sorgt sich allerdings um die längerfristige Absicherung der Fördermittel: „Im nächsten Jahr wird gewählt. Wer garantiert uns die langfristige budgetäre Deckung dieser Unterstützungsmaßnahme?“ Sie fordert stattdessen einen gesetzlich klar verankerten Ausstiegspfad aus der fossilen Wärmeversorgung.

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