Versorgungssicherheit mit Pellets

Der internationale Markt der Holzpellets

Im Jahr 2015 wurde weltweit eine Produktions-kapazität von zirka 30 Millionen Tonnen Pellets verzeichnet. In etwa die Hälfte (14,1 Mio. t) aller Holzpellets die weltweit produziert wurden stammen aus den EU-28-Staaten. Somit stellt die EU den größten Produktionsmarkt dar und ist damit Pellet-Weltmeister. Die Pelletsproduktion in der EU folgt einem Aufwärtstrend und hat von 2014 auf 2015 um 4,7% zugelegt. Deutschland ist mit 2 Mio. t der größte Hersteller von Holzpellets, gefolgt von Schweden, Lettland, Estland und Österreich. Die restliche Pelletsproduktion vom Jahresvolumen fällt vorwiegend auf USA, Russland und Asien. Vom weltweiten Jahres-volumen wurden im Jahr 2015 in Europa 20,3 Millionen Tonnen Holzpellets verbraucht. Die Endverbraucher verfeuerten davon etwa 8,5 Mio. Tonnen (42,2%) in ihren privatenHeizungen. Die gewerblichen Betriebe verbrauchen für Wärme 3,2 Mio. t. (15,7%). Auf die Nutzung in Stromkraft-werken fallen 7,3 Mio. t (36,1%) Holzpellets. In etwa zwei Drittel davon wurden zur Strom-produktion aus Nordamerika importiert. Für Kraft-Wärme-Kopplung wurden 1,3 Mio t. (6%) Pellets eingesetzt. Der Einsatz von Holzpellets für Energie hat in den EU-28-Mitgliedstaaten alle Wärmemärkte beeinflusst. Italien war mit 3,1 Millionen Tonnen im Jahr 2015 der größte Konsument von Pellets. In den verbrauchenden Mitgliedstaaten variiert der Anteil der Verwendung von Holzpellets. In Italien, Deutschland und Frankreich geht die Mehrheit der Holzpellets in den Markt der Pelletsheizungen. In Dänemark werden z.B 56% der Holzpellets in Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen verwendet.  Die vom European Pellet Council (EPC) und dem Europäischen BiomasseverbandAEBIOM durchgeführt Marktanalyse zeigt deutlich, dass die in Europa in Pelletheizungenverbrauchten Pellets fast ausschließlich heimische Pellets sind. Die regionale Wertschöpfung ist durch eine möglichst geringe Entfernung zwischen derPelletsherstellungund dem Verbrauch am größten. Neben einem positiven Einfluss auf die Umwelt sind kurze Transportwege auch für den Pelletspreisgut, denn die Kosten für den Transport sind ein wichtiger Preisfaktor. Interessant ist auch noch die vierte Darstellung. Auf dieser interessanten Grafik sind in den wichtigsten Märkten die Veränderungen der Pelletsproduktion sowie des Pelletsverbrauches von 2014 auf 2015 zu sehen. Weiteres ist darauf auf einen Blick die Wichtigkeit der unterschiedlichen Pelletsmärkte zu erkennen. Der Verbrauch in Europa ist mit 20,3 Mio. t Holzpellets im Vergleich zu den USA mit 2,3 Mio. t Pellets 10 mal größer. Das Verhältnis von Produktion zu Verbrauch beträgt in den USA 9,3 zu 2,3 Mio t. In Europa liegt dieser Wert bei 14,1 zu 20,3 Mio t. Asien, als drittgrößter Pelletsproduktionsmarkt, liegt bei 3.1 Mio t. zu 1,9 Mio t. Überraschend dabei ist, dass der Verbrauchermarkt in Asien bereits fast gleich groß ist wie in den USA.                 

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Pelletmarkt in Österreich

InÖsterreichist die Kapazität der Pelletproduktion von 5.000 Tonnen (im Jahr 1997) auf über 1 Million Tonnen in 2016 gestiegen. Bei einem aktuellen Jahresverbrauch von rund 850.000 Tonnen können Österreichs Pelletproduzenten mehr Pellets zur Verfügung stellen als derzeit innerhalb Österreichs verheizt werden. Österreich war seit Beginn an ein Pellet-Nettoexporteur. Die Pelletsproduktion liegt in Österreich vorwiegend in den waldreichen Bundesländern. Steiermark lag im Jahr 2015 mit einem Produktions-volumen von 215.000 Tonnen Holzpellets an erster Stelle. Knapp dahinter folgten Tirol mit 207.000 t und Kärnten mit 202.000 t. In 2015 kam im Burgenland ein erster Produktions-standort mit 8.000 Tonnen Pellets hinzu. An 40 Standortenwerden Pellets überwiegend von mittelständischen Betrieben hergestellt. Dank der optimalen Verteilung auf alle Bundesländer bieten eben diese Produzenten ein bestens funktionierendes Netz an Pelletslieferanten. Der österreichische Pelletsmarkt ist mit den angrenzenden Ländern gut in einen europäischen Warenverkehr eingebunden. Jeder Österreicher verbrauchte 2016 für Heizzwecke im Durchschnitt rund 100 kg Pellets. Österreich liegt gleichauf mit Dänemark hinter Schweden an zweiter Stelle. Nieder- und Oberösterreich führen das Ranking im Vergleich der Bundesländer deutlich an. Der Pelletverbauch lag 2015 in Niederösterreich bei 220.000 t und in Oberösterreich bei 195.000 t Holzpellets. Am Ende der Tabelle steht Wien mit 12.000 t Pellets Jahresverbrauch.        

Pelletmarkt in Deutschland

In Deutschland ist die Produktionskapazität von ca. 12.000 Tonnen im Jahre 2000 auf beachtliche 2,3 Millionen Tonnen im Jahr 2008 gestiegen. Bundesweit gibt es rund 60 Produktionsstandorte fürHolzpellets. Für dieHerstellung werden ausschließlich Sägespäne und Resthölzer verwendet, sprich Abfallprodukte der Sägeindustrie. Trotz des erhöhten Bedarfs an Pellets, sindDeutschlands Wälder von einer Übernutzung weit entfernt. Es ist genügend Sägespanpotenzial vorhanden, sodass eine stabile Pellets-Produktion auch in den nächsten Jahren gewährleistet ist. Denn mit 3,4 Milliarden Kubikmetern verfügt Deutschland über die größten Holzvorräte Europas. Der jährliche Zuwachs beträgt rund 120 Millionen Kubikmeter. Tatsächlich genutzt werden davon im Moment lediglich rund 70 Millionen Kubikmeter.

Der Brennstoff Holzpellets ist versorgungssicher

Holz ist ein nachwachsender, heimischer Brennstoff. Er schafft regionale Arbeitsplätze und Unabhängigkeit gegenüber knappen fossilen Energieträgern. Die großen Holzvorräte in Deutschland und Österreich bieten eine gute Grundlage für den weiteren Ausbau der Pelletsproduktion. Bei einem durchschnittlichen jährlichen Holzeinschlag auf heutiger Basis wäre ohne weiteres alleine in Deutschland der Betrieb von einer Million Pelletheizungen möglich. Expertenschätzungen zufolge können allein aus dem Angebot an Sägenebenprodukten wie Sägespänen und Hackschnitzeln aus der österreichischen Sägeindustrie bis zu zwei Millionen Tonnen Pellets pro Jahr hergestellt werden. Auch die Nutzung von Durchforstungsholz als Rohstoff für die Pelletsproduktion ist problemlos möglich. Derzeit wird in Österreichs Wäldern 30% weniger Holz geerntet als jährlich nachwachsen. Damit ist die Rohstoffversorgung für die Herstellung von Pelletsauch langfristig gesichert.

Quellen:

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