Pelletkessel

Pellets-Heizkessel als Zentralheizung

Aktuell sind im Handel zwei verschiedene Pelletkessel Typen, die halb- und die vollautomatische Pelletsheizung, erhältlich. Diese beiden Pelletkessel-Bauarten unterscheiden sich im Arbeitsaufwand bei der Befüllung des Vorratsbehälters bzw. Lagerraums. Die halbautomatischen Kompaktanlagen besitzen einen großen Vorratsbehälter, der von Hand mit Pellets bestückt wird. Empfohlen wird hierbei ein Vorratsvolumen von mindestens 400 l, dies entspricht ca. 260 kg Pellets. Vollautomatische Pelletkessel hingegen sind über eine Saugsystem oder einer Förderschnecke mit einem Lagerraum direkt verbunden, aus dem die Pellets vollautomatisch zur Heizung transportiert werden.

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Pelletkessel mit Förderschnecke: Die Pellets werden über eine Schnecke vom Lagerraum zum Pelletkessel transportiert. Dieses System ist einfach und kostengünstig und wird deshalb häufig verwendet. Der Kessel muss sich jedoch in unmittelbar Nähe zum Pelletslager befinden.

Pelletkessel mit Saugsystem: Die Pellets werden über ein Rohr vom Pelletslager in den Kessel gesaugt bzw. geblasen. Dies stelle eine sehr flexible Lösung dar. Der Schlauch kann je nach Hersteller bis zu 20m lang sein und die Pellets bis zu 6m in die Höhe befördern.

Die neuesten Entwicklungen bei Pelletkesseln sind Brennwertgeräte mit Edelstahlwärmetauscher und Pellet-Wandgeräte die auf Basis Niedertemperaturtechnik arbeiten. Die clevere Lösung der Brennwertgeräte verwendet zusätzlich die in den Abgasen enthaltene Energie. Der Wasserdampf in der Abluft wird so weit abgekühlt, dass er kondensiert und die in ihm steckende Energie freigibt. Das bedeutet einen Wärmegewinn von zusätzlich 10 bis 15 %. Die stufenlose Wärmeleistung bei den Pellet-Wandgeräte liegt bei 2 bis 7 kW. Die Kesseltemperatur ist bis unter 38° absenkbar. Durch den geringen Platzbedarf in Kombination mit variabler Außen- oder Innentanklösungen wird ein Höchstmaß an Flexibilität und Raumausnützung erreicht.

Moderne Pelletkessel erreichen über 90% Wirkungsgrad und weisen sehr niedrige Emissionswerte auf. Richtwert für optimale Verbrennungstechnik ist die Erreichung von CO-Werten unter 15 mg/MJ. Die Wärmetauscherflächen müssen, je nach System, ab und zu gereinigt werden. Dies geschieht meist durch eine Hebelbewegung von außen oder bei modernen Kesseln vollautomatisch.

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