Kärnten verteidigt Spitzenplatz bei erneuerbaren Energien

Mittwoch, 29. August 2018 | Autor: Joachim Berner

Energieverbrauch in Kärnten Energieverbrauch in Kärnten In Kärnten deckt Biomasse fast ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs. Der Raumwärmebedarf wird zur Hälfte mit Holzbrennstoffen gedeckt.

Biomasse führt Öko-Ranking in Kärnten an

Kärnten setzt laut dem Österreichischen Biomasse-Verband (ÖBV) seit vielen Jahren die meisten erneuerbaren Energien unter allen Bundesländern ein. Zwar liege der Pro-Kopf-Verbrauch an Energie über dem Bundesschnitt, aufgrund des hohen Öko-Anteils verursachten die Kärntnerinnen und Kärntner mit 8,3 Tonnen Kohlendioxid pro Kopf dennoch weniger Treibhausgasemissionen als der Durchschnittseinwohner im Alpenland (9,1 Tonnen). Zu dem umweltfreundlichen Energiemix trägt laut einem aktuellen ÖBV-Datenblatt zur Wärmewende hauptsächlich Biomasse bei. Sie war 2016 mit einem Anteil von 62 Prozent klar die Nummer eins unter den erneuerbaren Energien. Biomasse deckt in Kärnten ein Drittel des Energieverbrauchs, mehr als in jedem anderen Bundesland. Hackgut und Sägenebenprodukte stellen mit 44 Prozent die größte Biomassefraktion. Ablauge der Papierindustrie rangiert als zweitwichtigster biogener Brennstoff (22 Prozent) vor Brennholz (16 Prozent).

Holzfeuer hält viele Wohnungen warm

Ohne Holzbrennstoffe blieben viele Wohnungen in Kärnten kalt. Sie tragen zur Beheizung von Wohnräumen zur Hälfte bei. Bis 2008 lieferte noch Heizöl die größte Wärmemenge in die Haushalte. In den vergangenen 15 Jahren ist der der Heizölverbrauch um 34 Prozent zurückgegangen, die Zahl der mit Öl beheizten Haushalte um 24.000 auf 61.500 gesunken. Ebenso viele heizen mit Holz, 70.000 sind an die größtenteils aus Biomasse erzeugte Fernwärme angeschlossen. Erneuerbare Energien decken den Raumwärmebedarf zu 59 Prozent. Bis 2025 soll ihr Anteil laut dem Energiemasterplan 100 Prozent betragen. Dazu braucht es noch einige Anstrengung, denn der niedrige Heizölpreis der vergangenen Jahre hat laut ÖBV den Umstieg von fossilen Heizsystemen auf Biomasse deutlich gebremst. “2015 erfolgte nur in 143 Gebäuden ein Heizungstausch; zur Zielerreichung wären jährlich etwa 5.500 Heizungen nötig”, schreibt der Verband. Die in diesem Jahr in Kraft getretene Kärntner Wohnbauförderung könnte neuen Schub bringen. Sie fördert Sanierungsmaßnahmen nur, wenn keine fossilen Heizungssysteme verwendet werden.

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