Oberösterreich bietet zwiespältiges Bild für Biomassebranche

Freitag, 21. September 2018 | Autor: Joachim Berner

Energieverbrauch in Oberösterreich Energieverbrauch in Oberösterreich Für die Biomassebranche in Oberösterreich stellt die Energiewende eine große Chance, aber auch eine besondere Herausforderung dar. Das zeigt ein vom Österreichischen Biomasse-Verband (ÖBV) durchgeführter Energiewende-Check.

Chance für Branche: Oberösterreich gilt als Zentrum der Bioenergie

Aufgrund der energieintensiven Wirtschaft weist Oberösterreich den zweithöchsten Energieverbrauch der Republik auf. Er verursacht laut dem Energiewende-Check des ÖBV fast ein Drittel der bundesweiten Treibhausgasemissionen. Gleichzeitig produziert das Bundesland die größte Ökostrommenge in Österreich und ist das Technologiezentrum für Bioenergie. Mehr als ein Drittel der österreichischen Hersteller von Biomassekesseln und -öfen, mobilen Holzhackmaschinen und anderen Technologien zur Biomasseaufbereitung sind in Oberösterreich ansässig. Machte Brennholz 1988 noch mehr als die Hälfte eingesetzten Biomasse aus, waren es 2016 nur mehr 19 Prozent. Dank der Forstwirtschaft und bedeutender Standorte der Säge- und Papierindustrie sind heute Hackschnitzel und Sägenebenprodukte (33 Prozent) sowie Ablaugen (22 Prozent) die wichtigsten biogenen Sortimente in Oberösterreich.

Herausforderung für Branche: Bundesland gibt Umweltziele auf

Ein Drittel der Raumwärme für die oberösterreichischen Haushalte liefern Hackschnitzel-, Pellets- und Scheitholzfeuerungen. Gemeinsam mit biogener Fernwärme deckt Biomasse 40 Prozent des Raumwärmebedarfs. Der Heizölverbrauch der Haushalte ging seit 2003/04 um 40 Prozent zurück, womit der Anteil von Heizöl am Raumwärmeverbrauch auf 23 Prozent gesunken ist. Die Zahl von Ölkesseln verringerte sich im gleichen Zeitraum um 50.000 Anlagen. Seine ambitionierten Ziele – 100 Prozent erneuerbarer Strom und 100 Prozent erneuerbare Raumwärme bis 2030 –, von denen sich auch die heimischen Biomassekesselproduzenten Impulse erhofft hatten, hat die Regierung allerdings aufgegeben. In der neuen Energiestrategie von 2017 sind der Industriestandort und das Wirtschaftswachstum stärker in den Vordergrund gerückt. Treibhausgase und Energieverbrauch sollen lediglich im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung gesenkt werden.

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