Dreivierteljahresbilanz 2019
Eine positive Dreivierteljahresbilanz 2019 für die deutsche Holzpelletsproduktion zieht der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV). In den ersten drei Quartalen 2019 wurden mit über zwei Millionen Tonnen so viele Holzpellets wie noch nie in Deutschland hergestellt.
Dreivierteljahresbilanz 2019: Hersteller produzieren mehr denn je
Deutschland ist seit Jahren schon europaweit das Land mit der höchsten Pelletsproduktion. Mit 740.000 Tonnen haben die deutschen Produzenten von Holzpellets im dritten Quartal 2019 einen Produktionsrekord aufgestellt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (608.000 Tonnen) erzielte die Branche ein Plus von 21,7 Prozent. Damit wurden in diesem Jahr bereits über zwei Millionen Tonnen der kleinen Presslinge in Deutschland hergestellt, wie die Dreivierteljahresbilanz 2019 ergibt. Laut DEPV machen erweiterte Kapazitäten an vielen Standorten sowie das gute Rohstoffangebot diese Mengen möglich. “Dass viel trockenheitsbedingtes Schadholz im Markt ist, zeigt der deutlich erhöhte Anteil an nicht-sägefähigem Rundholz als Rohstoff für Pellets”, erklärt DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele. Fast 90 Prozent der Holzpellets würden dennoch weiterhin direkt aus Sägespänen gepresst.
DEPV erwartet höheren Pelletsverbrauch
“Die in diesem Jahr bislang geringe Zubaurate an Pelletheizungen führt dazu, dass in Deutschland nur rund 80 Prozent der inländisch produzierten Pelletmenge genutzt wird – und das, obwohl moderne Technik und qualifizierte Handwerker bereitstehen”, sagt Bentele. Heiztechnikhersteller aus Österreich und Deutschland seien bei den Innovationen für besonders effiziente und saubere Pelletszentralheizungen führend. Durch das anstehende Ölheizungsverbot erwartet der DEPV bei Einzelheizungen und in Wärmenetzen eine Zunahme des Pelletsverbrauchs. Pelletsfeuerungen seien vielfältig im Neubau und Bestand einsetzbar, vom Kaminofen im Wohnzimmer über den Wohnungsbau bis hin zu Schulen, Schwimmbädern sowie zur Prozesswärmeversorgung von Lebensmittel- oder Pharmaindustrie.
Dreivierteljahresbilanz 2019 in Zahlen
- Produktionsmenge
1.329.000 t - Qualitätsklasse
ENplus A1: 97,5 %
Industriepellets: 2,5 % - Handelsform
Lose Ware: 74,5 %
Sackware: 25,5 % - Rohstoffeinsatz Holzart
Nadelholz: 98,1 %
Laubholz: 1,9 % - Rohstoffeinsatz Holzsortiment
Sägerestholz: 87,8 %
Rundholz: 12,2 % - Absatzmarkt
Inland: 82,7 %
Ausland: 17,3 %
Quelle: Deutsches Pelletinstitut GmbH