Pelletsproduktion Halbjahresbilanz 2020
Die Halbjahresbilanz 2020 für die deutsche Pelletsproduktion bestätigt den Trend der vergangenen Jahre. Mit 1,5 Millionen Tonnen haben die Hersteller nach Angaben des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbands (DEPV) in den ersten sechs Monaten so viel produziert wie nie zuvor in einem halben Jahr.
Halbjahresbilanz 2020: Pelletshersteller erweitern Produktionswerke
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben die deutschen Pelletsproduzenten 13 Prozent mehr Holzpellets hergestellt. Der DEPV begründet den weiteren Anstieg mit der steigenden Nachfrage nach dem klimafreundlichen Brennstoff im In- und Ausland gepaart mit einer sehr guten Rohstoffbasis. Auf diese Entwicklung hätten die deutschen Hersteller mit Erweiterungen und Neubauten von Werken vor allem in den waldreichen Mittelgebirgsregionen reagiert. DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele rechnet damit, dass die Prognosen für die Produktionsmenge am Jahresende übertroffen werden: “Die Jahresproduktion könnte über drei Millionen Tonnen liegen, was ein starkes Signal für den Klimaschutz im Wärmebereich wäre.”
Halbjahresbilanz 2020: Premiumpellets dominieren
Die in Deutschland hergestellten Pellets entsprechen zu 96,6 Prozent der höchsten Qualitätsklasse ENplus A1. Ein Fünftel des Brennstoffs landet in Säcken bei den Kundinnen und Kunden. Als Hauptrohstoff für die Pellets dient Nadelholz. Der Anteil von Sägerestholz als bevorzugtes Ausgangsmaterial für die deutschen Pelletproduzenten ist im Vergleich zu den Vorjahren leicht rückläufig, was am hohen Schadholzaufkommen liegt. “Für die Forstwirtschaft ist die Pelletproduktion besonders interessant, da für Schadholz damit eine neue Absatzmöglichkeit entsteht”, erklärt Bentele.
Halbjahresbilanz 2020 in Zahlen
- Produktionsmenge
1.502.000 Tonnen - Qualitätsklasse
ENplus A1: 96,6 %
Industriepellets: 3,4 % - Handelsform
Lose Ware: 79 %
Sackware: 21 % - Rohstoffeinsatz Holzart
Nadelholz: 97,6 %
Laubholz: 2,4 % - Rohstoffeinsatz Holzsortiment
Sägerestholz: 85,8 %
Rundholz: 14,2 % - Absatzmarkt
Inland: 83,6 %
Ausland: 16,4 %
Quelle: Deutsches Pelletinstitut GmbH