Pelletsproduktion in Deutschland 2018
Über ein Rekordjahr für die deutsche Pelletsproduktion kann sich die Branche freuen. Mit 2,4 Millionen Tonnen hat sie 2018 so viele Spänepresslinge hergestellt wie nie zuvor, meldet der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV).
Deutsche Pelletsproduktion wird hauptsächlich im Land verbraucht
Die deutsche Pelletsproduktion lief im vergangenen Jahr nicht auf Hochtouren, denn die Jahreskapazitäten liegen bei fast vier Millionen Tonnen, doch sie lief so gut wie noch nie. 2,415 Millionen Tonnen haben die deutschen Pelletshersteller 2018 produziert – und damit sieben Prozent als im Vorjahr und 61 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Mit 2,1 Millionen Tonnen wurde der Großteil der Menge im Land verbraucht. Knapp ein Viertel der deutschen Pelletsproduktion wurde in Säcke abgefüllt und für Kaminöfen hierzulande oder im benachbarten Ausland genutzt.
Genug Rohstoff für deutsche Pelletsproduktion vorhanden
Als Land mit der europaweit höchsten Sägewerksdichte und dem damit verbundenen Anfall von Resthölzern führt Deutschland auch bei den internationalen Produktionszahlen. Fast acht Prozent der weltweit gepressten Holzpellets werden hierzulande hergestellt, was in Europa die Führungsposition bedeutet. Für das laufende Jahr rechnet der DEPV mit einem moderaten Anstieg der Pelletsproduktion auf 2,5 Millionen Tonnen. Genügend Rohstoff für eine weitere Steigerung der deutschen Pelletsproduktion ist vorhanden. Der größte mitteleuropäische Holzvorrat in den Wäldern und die höchste Sägewerksdichte bietet für die Presslinge eine große Menge an Holzspänen und Hackschnitzeln, die beim Einsägen als sogenannte Sägeresthölzer anfallen.
Deutsche Pelletsproduktion 2018 in Zahlen
Produktionsmenge: 2.415.000 t
Qualitätsklasse ENplus A1: 98,2 %
Qualitätsklasse Industriepellets: 1,8 %
Lose Ware: 77,6 %
Sackware: 22,4 %
Rohstoffart Nadelholz: 96,6 %
Rohstoffart Laubholz: 3,1 %
Rohstoffsortiment Sägerestholz: 94,2 %
Rohstoffsortiment Rundholz: 5,8 %
Durchschnittspreis: 247,39 €/t