DeSH-Präsident Jörn Kimmich
Mit einer Vielzahl von Maßnahmen soll die Bundesregierung die Klimawende im Gebäudebereich erreichen: Holzbau fördern, auf heimische und klimafreundliche Ressourcen setzen und Wärme aus Pellets unterstützen. Das fordert der Verband der Deutschen Säge- und Holzindustrie (DeSH).
Konjunkturprogramme sollen Klimawende im Gebäudebereich anstoßen
In einem Positionspapier appelliert der DeSH vor den anstehenden Koalitionssitzungen am 2. Juni 2020, bei den angekündigten Maßnahmen zur Unterstützung von Wirtschaft und Gesellschaft den Klimaschutz miteinzubeziehen. “Ziel der angekündigten Konjunkturprogramme der Bundesregierung muss es nun sein, nachhaltige und klimafreundliche Investitionen und Maßnahmen zum Wohle der Gesellschaft und Wirtschaft zu fördern”, sagt DeSH-Präsident Jörn Kimmich. Sie müssten die Klimawende im Gebäudebereich einleiten. Die Sägeindustrie schlägt folgende Maßnahmen vor: ein Klimabonus für den Einsatz klimafreundlicher Baustoffe, eine Neubau- und Modernisierungsoffensive für öffentliche Gebäude, bessere Rahmenbedingungen für energetische Gebäudesanierungen sowie vereinfachte, digitale Planungs- und Genehmigungsverfahren.
DeSH: Rahmenbedingungen für energetische Gebäudesanierungen verbessern
Für die Klimawende im Gebäudebereich fordert der DeSH insbesondere eine steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierungen. Sie bilde bei selbstgenutztem Wohnraum im Innen- und Außenbereich einen wichtigen Anreiz für Investitionen. Angesichts der Auswirkungen der Coronakrise auf die gesamtwirtschaftliche Situation erscheint es dem Verband außerdem notwendig zu sein, entsprechende Förderprogramme in den nächsten vier Jahren anzuheben und auszuweiten. “Für den Mietwohnungsbau wären Verbesserungen bei Abschreibungsmöglichkeiten sowie Abschreibungszuschläge ebenso wichtige Instrumente”, erklärt Kimmich. Die Bauindustrie sei in den vergangenen Monaten eine wichtige Stütze der deutschen Wirtschaft gewesen. Aktuelle Zahlen würden aber zeigen, dass auch sie nicht von den negativen Auswirkungen der Coronakrise verschont bleiben werde.