Brennholz eignet sich nicht als Bauholz

Mittwoch, 26. Juli 2023 | Autor: Joachim Berner

Brennholz ist nicht als Bauholz zu gebrauchen Brennholz ist nicht als Bauholz zu gebrauchen Bei Brennholz handelt es sich um minderwertige Hölzer oder Käferholz, das sich beispielsweise nicht zur Möbelproduktion eignet. Darauf weist der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik hin.

Brennholz fällt bei der Waldpflege an

In politischen Diskussionen und von Umweltverbänden wird immer wieder gefordert, dass Holz ausschließlich zu hochwertigen Möbeln und Konsumgütern verarbeitet oder als Baustoff verwendet werden soll. Der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik hält deshalb folgenden Hinweis vonnöten: Weil es sich bei Brennholz, das von Forstbetrieben an private Ofenbesitzende verkauft wird, um minderwertige Hölzer oder Käferholz handelt, ist es nicht zur Verarbeitung in Sägewerken geeignet und somit für die Möbel- und Bauindustrie wertlos. Es fällt bei der regelmäßigen Waldpflege, der Durchforstung und bei der Beseitigung von Sturmschäden an. Die minderwertigen Stämme sowie das Kronenholz werden regional vermarktet.

Stammholz für Holzöfen vermarkten macht wirtschaftlich keinen Sinn

Die unterschiedliche Qualität verdeutlichen auch die Preise. Bei Bauholz handelt es sich um hochwertiges Stammholz, das auch als Langholz bezeichnet wird. Es wird international gehandelt und unterliegt der weltweiten Preisentwicklung. Deshalb kostet Buche als Brennholz rund 70 Euro pro Festmeter, während das hochwertige Stammholz ab 125 Euro pro Festmeter gehandelt wird. Bei Eiche fallen die Unterschiede noch deutlicher aus: Stammholz kostet mehr als 300 Euro der Festmeter. “Die Preisdifferenz verdeutlicht, dass es sich um zwei unterschiedliche Produkte handelt”, erklärt HKI-Geschäftsführer Frank Kienle. Für Waldbesitzende mache es aus wirtschaftlicher Sicht keinen Sinn, hochwertige Hölzer als Brennholz zu vermarkten.

Brennholz sollte aus heimischen Wäldern kommen

Der Verkauf von Brennholz ist für die deutsche Forst- und Landwirtschaft eine wichtige Einnahmequelle. Mit den Einnahmen decken Waldbesitzende die Kosten für die Waldpflege und für die Instandhaltung der Waldwege. Würde das Restholz nicht als Brennstoff verkauft, wären zudem höherwertige Hölzer entsprechend teurer, da eine wichtige Einnahmequelle fehlen würde. “Grundsätzlich sollten Verbraucherinnen und Verbraucher darauf achten, dass ihr Brennholz aus der Region kommt”, sagt Kienle. Regional geerntetes Holz gewährleiste kurze Transportwege. Zudem diene der Erlös dazu, die Wälder von Monokulturen in widerstandsfähige Mischwälder umzuwandeln, und Kahlflächen wiederaufzuforsten.

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