Wie viel Brennholz aktuell kostet

Dienstag, 25. Februar 2025 | Autor: Joachim Berner

Brennholz fällt bei Waldpflege an Brennholz fällt bei Waldpflege an Brennholz vom Forstamt kostet im bundesweiten Durchschnitt 80 Euro pro Festmeter beziehungsweise 56 Euro pro Raummeter. Das teilt der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik mit.

Weniger Nachfrage nach Brennholz zu verzeichnen

“Nach zwei Jahren hoher Nachfrage nach Brennholz aufgrund der Gaskrise hat der Bedarf nachgelassen und ist wieder auf einem normalen Niveau. Daher können die Forstämter in diesem Jahr die privaten Haushalte wieder in vollem Umfang bedienen”, erklärt Thomas Schnabel vom HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik die aktuelle Situation. Der Festmeterpreis für Selbstabholer bewegt sich ihm zufolge bundesweit zwischen 77 und 85 Euro pro Festmeter für Hartholz wie Buche oder Eiche. Mit einem Durchschnitt von 80 Euro sei der Preis gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Die Preise hat der HKI bei einer telefonischen Umfrage unter 30 staatlichen Forstämtern ermittelt.

Auf die Maßeinheit achten: Festmeter oder Raummeter

Bei Brennholz aus deutschen Forsten handelt es sich um Restholz. Es fällt bei der Waldpflege und der Beseitigung von Sturmschäden an. Die minderwertigen oder beschädigten Stämme sowie das Kronenholz werden als Brennholz vermarktet. Der Bezug erfolgt in der Regel über sogenannte Polter. Die Forstämter weisen Selbstabholern markierte Holzstämme am Wegesrand zu, die sie selbständig abtransportieren, sägen, spalten und lagern müssen. Da Polter je nach Forstamt entweder in Festmetern oder in Raummetern abgerechnet werden, ist die Maßeinheit zu beachten. Ein Festmeter weist die 1,4-fache Menge an Holz gegenüber dem Raummeter auf, da die Berechnung ohne Hohlräume erfolgt. Im Umkehrschluss ist der Preis für den Festmeter mit dem Faktor 0,7 zu multiplizieren, um die Kosten für den Raummeter zu berechnen.

HKI rät zum Kauf von regionalem Brennholz

Wer ofenfertiges Holz bevorzugt, kann es bei lokalen Brennholzhändlern beziehen. Sie bieten getrocknetes und gespaltenes Brennholz in festen Längen an und liefern bis vor die Haustür. Das Holz ist zwar teurer, erspart aber viel Arbeit. Der HKI rät Verbraucherinnen und Verbrauchern, grundsätzlich darauf zu achten, dass das Brennholz aus der Region stammt. Als guten Hinweis nennt er das Qualitätszeichen Kooperation Sauberes Holzfeuer, denn das damit zertifizierte Holz stammt garantiert aus regionaler und nachhaltiger Forstwirtschaft. Eine Alternative sind Holzbriketts aus Sägespänen. Auch hierfür wird Restholz verwendet, da in Sägewerken über 30 Prozent der Produktion als Verschnitt anfällt. Holzbriketts sind ein genormter Brennstoff und verbrennen besonders sauber. Um die Regionalität sicherzustellen, genügt ein Blick aufs Etikett: Auf diesem ist das Produktionsland beziehungsweise der Ort der Produktionsstätte angegeben.

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