Förderung für Wärmenetze kommt
Die angekündigte Bundesförderung effiziente Wärmenetze soll den Einsatz erneuerbarer Energien unterstützen. Die hohen Anforderungen würden das aber verhindern, klagt der Bundesverband Erneuerbare Energie.
BEE: In Wärmenetze muss mehr Biomasse
“Viele Projekte können jedoch die hohen Anforderungen für neue und bestehende Wärmenetze gar nicht erfüllen, das betrifft beispielsweise die Holz- und Biogaskessel”, kritisiert Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE). Sie fordert, die vorgesehenen Rahmenbedingungen für die Förderung von Biomasse in Wärmenetzen dringend nachzubessern. Es sei unter anderem darauf zu achten, dass die gut etablierten ländlichen Wärmenetze nicht durch die Hintertür benachteiligt würden. Handlungsbedarf gebe es auch bei der Betriebskostenförderung für Wärme aus Biomasse: „Die Kosten für die Nutzung von Biogas und konventioneller Heiztechnik unterscheiden sich vorrangig in den Betriebskosten. Um die Nutzung zu unterstützen, müssen entsprechende Fördervorhaben auch für die Betriebskosten von Biomasse gelten.” Seine Forderungen zum Ausbau der Erneuerbaren Wärme hat der BEE in einem Positionspapier zusammengefasst.
Der Verband im Porträt
Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 50 Verbänden und Unternehmen aus den Branchen der Wind-, Bio- und Solarenergie sowie der Geothermie und Wasserkraft. Zu seinen Mitgliedern im Wärmesektor zählen unter anderem der Bundesverband Geothermie, der Bundesverband Solarwirtschaft, der Bundesverband Wärmepumpe, der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband, der Fachverband Biogas und die im Hauptstadtbüro Bioenergie zusammengeschlossenen Verbände. Er vertritt 30.000 Einzelmitglieder, darunter mehr als 5.000 Unternehmen, und rund 6,5 Millionen Anlagenbetreiber.