EWS: Mehr grüne Wärmenetze
Für mehr grüne Wärmenetze wirbt ein Bündnis aus Gewerkschaften, Klimaschutzorganisationen und Verbänden gemeinsam mit der Energiegenossenschaft EWS. In einem Papier haben sie ihre Forderungen formuliert.
Kritik: Förderprogramme für grüne Wärmenetze reichen nicht aus
In ihrem Papier schlagen die Bündnispartner ein Förderprogramm für grüne Wärmenetze vor. Es soll die Umstellung der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien und Abwärme erleichtern. “Eine erfolgreiche Wärmewende braucht dringend mehr Investitionen in grüne Wärmenetze, um eine Umstellung von fossilen Energien auf erneuerbare oder klimaneutrale Wärme voranzutreiben”, heißt es in dem Papier. Unterschrieben haben es 8KU als Kooperation acht großer kommunaler Energieversorger, die Deutsche Umwelthilfe (DUH), die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die Elektrizitätswerke Schönau (EWS), die Klima-Allianz Deutschland und der Verband kommunaler Unternehmen (VKU). Sie halten die bestehenden Förderungen, etwa im Programm Wärmenetze 4.0 oder im Entwurf des Kohleausstiegsgesetzes, für zu zaghaft. Einige würden erneuerbare Technologien sogar ausschließen. Das Bündnis wirbt dafür, die Förderung grüner Wärmenetze zu verbessern und sie auf eine breitere Basis zu stellen.
Bündnis fordert Förderung der kommunalen Wärmeplanung
“Das Programm solle vor allem darauf abzielen, Wärmenetze in Stadt und Land um- und auszubauen, sie zu verdichten und sukzessive mit erneuerbarer Wärme zu befüllen”, erklärt der energiepolitische Sprecher der EWS, Peter Ugolini-Schmidt. Um diese nachhaltige Wärme den Menschen zur Verfügung stellen zu können, müssten insbesondere bestehende Wärmenetzsysteme in Ballungsräumen großflächig umgebaut werden, vor allem durch den Einsatz von Wärmespeichern und Power-to-Heat-Anlagen. Als wichtige Grundlage für eine nachhaltige Umstellung der Wärmenetze auf erneuerbare Wärme bezeichnet das Bündnis eine kommunale Wärmeplanung. “Sie muss die Schritte festlegen, die für eine Versorgung mit grüner Wärme notwendig sind”, sagt Ugolini-Schmidt. Das Bündnis fordere daher, kommunale Wärmeplanung zu fördern.