Solarverband verlangt mehr solare Fernwärme

Dienstag, 02. November 2021 | Autor: Joachim Berner

Solare Fernwärme in Senftenberg Solare Fernwärme in Senftenberg Solare Fernwärme nicht länger kaltstellen! Das fordert der Bundesverband Solarwirtschaft. Er moniert, die geplante Bundesförderung für effiziente Wärmenetze lasse auf sich warten.

Solare Fernwärme kann günstig umweltfreundliche Energie liefern

Als Antwort auf die Kostenexplosion der Heiz- und Klimafolgekosten empfiehlt der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) Auktionen für die solare Fernwärme. “Während die Photovoltaik inzwischen rund zehn Prozent des Stromverbrauchs deckt, wird hierzulande bislang nicht einmal ein Prozent der Fernwärme aus Solarkraftwerken gespeist”, kritisiert Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Und das, obwohl Solarwärme inzwischen im großtechnischen Maßstab bereits für unter fünf Eurocent je Kilowattstunde produziert werden könne.

BSW schlägt Auktionsprogramm vor

Um die solare Fernwärme voranzubringen, empfiehlt er in einem ersten Schritt ein auf mindestens fünf Jahre angelegtes Ausschreibungsprogramm für große Solarthermieanlagen nach dem Vorbild der seit Jahren erfolgreichen Auktionen für Photovoltaikparks. Flankierend soll der CO2-Preis im Wärmesektor schneller angehoben und ein Bürgergeld zum Ausgleich sozialer Härten eingeführt werden. Zudem sei eine Privilegierung der Solarthermie im Baurecht geboten. Gemeinden täten sich schwer, Areale für solarthermische Kraftwerke bereitzustellen. Absagen oder jahrelange Verzögerungen seien bislang die Regel.

Wo die solare Fernwärme in Deutschland steht

Zwar registriert die Solarbranche in jüngster Zeit ein wachsendes Interesse bei Wärmeversorgern, bislang sind in Deutschland jedoch nur ein paar Dutzend Solarkraftwerke zur Fernwärmeeinspeisung im Megawatt-Maßstab in Betrieb. “Ursache dafür ist, dass die Nutzer fossiler Energieträger deren Gesundheits- und Klimafolgekosten nur zu einem Bruchteil selbst tragen müssen”, erklärt Körnig. Die damit verbundene Wettbewerbsverzerrung zu Ungunsten von Solarpark-Betreibern werde im Wärmesektor weder durch angemessene CO2-Preise noch mittels angemessener Förderangebote ausgeglichen. Anders als in Österreich, wo die Regierung ein Förderung für solare Großanlagen gestartet hat. IN Deutschland liegt die bereits vor Jahren geplante Bundesförderung für effiziente Wärmenetze schon länger auf Eis. Der BSW hält sie zudem mit einem zu kleinen Fördertopf ausgestattet.

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