Pelletsgroßanlage wärmt Neubaugebiet

Mittwoch, 06. Juli 2016 | Autor: Joachim Berner

Eine Pelletsgroßanlage für 82 Einzel- und Doppelhäuser – das Neubaugebiet Rechenacker im Oberhausener Stadtteil Alstaden heizt umweltfreundlich. Über ein Nahwärmenetz kommt die Heizenergie zu den Gebäuden. Die Heizzentrale gehört zu den größten kommunalen Pelletsanlagen mit einem angeschlossenem Nahwärmenetz in Deutschland.

Energieversorger setzt auf Pelletsgroßanlage

Das Energiekonzept entwickelt hat die Energieversorgung Oberhausen (EVO). Sie betreibt auch das Nahwärmenetz. “Mit diesem ambitionierten Projekt ist die EVO Anfang 2015 einen neuen Weg gegangen, denn erstmals haben wir damit außerhalb unseres Fernwärmegebiets ein großes Nahwärmenetz aufgebaut”, sagt EVO-Vorstand Bernd Homberg. Um die nötige Wärme für alle auf dem Rechenacker entstandenen Haushalte erzeugen zu können, hat EVO eine Pelletsgroßanlage mit einer Heizleistung von 720 Kilowatt installiert. Vier Pufferspeicher mit einem Gesamtvolumen von 20.000 Litern sichern die Wärmeversorgung des Wohngebiets. Das warme Wasser fließt über ein ein Kilometer langes Leitungsnetz zu den Wohnungsstationen in den Häusern. Jede der Übergabestationen verfügt über eine Leistung von 15 Kilowatt. Über Wärmetauscher heizen sie das das Trinkwasser in den Häusern.

Pelletsgroßanlage verbraucht 180 Tonnen Brennstoff im Jahr

Die EVO rechnet nach Angaben der Aktion Holzpellets für die Pelletsgroßanlage mit einem Jahresnutzungsgrad von mindestens 90 Prozent. Der kalkulierte Brennstoffbedarf liegt bei 180 Tonnen im Jahr. Die Heizzentrale mitsamt Lager wurde außerhalb des Wohngebiets, in einem eigens hierfür vorgesehenen Gebäude eingerichtet. Im Winter liefert ein Tanklastwagen alle drei bis vier Wochen die Holzpellets und bläst sie in das Lager. Eine Förderschnecke transportiert die kleinen Presslinge von dort zum Heizkessel. Ausgebildete Fachleute sind täglich mindestens einmal vor Ort, um maximale Effizienz zu gewährleisten. Gewartet wird die Anlage alle vier Wochen. Durch den Einsatz von Holzpellets als Energieträger sparen die Haushalte am Rechenacker jedes Jahr voraussichtlich 140 Tonnen Kohlendioxid.

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