Für eine Nutzungspflicht ökologischer Heizungen hat sich Baden-Würrtembergs Umweltminister Franz Untersteller ausgesprochen. Er betonte, dass man an ordnungspolitischen Maßnahmen nicht vorbeikäme, wenn sie ausgewogen seien und verschiedene Optionen umfassten.
Erneuerbares Wärmegesetz im Ländle wirkt
Untersteller hatte sich bei einem vom Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes (DEPV) organisierte n Besichtigungstermin zur Energiewende im Wärmemarkt geäußert. Als Beispiel für eine sinnvolle gesetzliche Maßnahme nannt er das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) in Baden-Württemberg. “Eigentlich wäre es die Aufgabe des Bundes, eine Nutzungspflicht für den Bestand vorzugeben”, sagte Untersteller. Den von Kesselherstellern und der Ölindustrie immer wieder mit dem EWärmeG in Verbindung gebrachten Modernisierungsstau beim Heizungstausch hätte ihm statistisch noch niemand zeigen können.Der Zubau von Pelletsheizungen in Baden-Württemberg habe im Gegentail unter dem Gesetz nicht gelitten, wie die offiziellen Zahlen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zeigen würden.
Heizungsfirmen müssen besser informieren
“Der Anteil der im Südwesten installierten Pelletfeuerungen hat in den vergangenen Jahren auf über 20 Prozent aller in Deutschland betriebenen Anlagen zugenommen, während der Anteil in Bayern um zehn Prozentpunkte zurückgegangen ist”, bestätigte DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele bestätigte. Dennoch sei die Branche auch im Südwesten nicht zufrieden mit der Situation am Heizungsmarkt. Untersteller sieht hierfür auch den niedrigen Ölpreis als Grund. Angesichts dessen nannte er es absurd, dass die Bundesregierung über die KfW-Bank den Einbau von neuen Ölheizungen fördern würde. Untersteller und Bentele sind sich einig, dass es vor Ort an ausreichend überzeugten Heizungsfirmen fehlt, die Verbraucherinnen und Verbrauchern die Vorzüge erneuerbarer Energien beim Heizungstausch näherbringen. Baden-Württemberg will Abhilfe schaffen. Der Sanierungsfahrplan im EWärmeG informiert Heizungsbetreiber über ihre individuellen Möglichkeiten für die eigene Wärmewende informiert.