Ökoheizungen: Bundesregierung kappt Förderung

Mittwoch, 03. August 2022 | Autor: Joachim Berner

Weniger Geld für Ökoheizungen Weniger Geld für Ökoheizungen Ab dem 15. August gibt es weniger Zuschuss für Ökoheizungen. Für Pelletsheizungen hat die Bundesregierung die Förderung mehr als halbiert.

DEPV beklagt Ungleichbehandlung bei Ökoheizungen

So sinkt der Standardzuschuss für Holzfeuerungen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) von 35 auf zehn Prozent. Bei einem Heizungstausch erhöht er sich um zehn Prozent. Den Bonus gibt es künftig nicht nur beim Ersatz einer Ölheizung, sondern auch bei einer über 20 Jahren alten, mit Gas betriebenen Heizungsanlage. Weiterhin entfällt der Bonus von fünf Prozent für eine Gebäudeenergieberatung mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (sogenannter iSFP-Bonus). Statt einem maximalen Fördersatz von 55 Prozent gibt es somit für Biomasse-Ökoheizungen künftig nur noch höchstens 25 Prozent. Wärmepumpen dagegen können bis zu 40 Prozent gefördert werden (vorher: maximal 50 Prozent). Entsprechend enttäuscht äußert sich die Vorsitzende des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes (DEPV), Beate Schmidt-Menig, zu den neuen Förderkonditionen: “Die Bundesregierung setzt sich ambitionierte Ziele bei der Energiewende am Wärmemarkt und handelt kontraproduktiv.” Dass die Förderung für Pelletsheizungen gegenüber anderen Techniken deutlich reduziert wird, bezeichnet sie als unverständlich.

Pelletsheizung versus Wärmepumpe: Öko ist nicht gleich Öko

Einziger Lichtblick bei den Änderungen: Für Gas-Brennwertheizungen (“Renewable-Ready”), Gas-Hybridheizungen sowie gasbetriebene Wärmepumpen gibt es künftig keine staatlichen Gelder mehr. Die Bundesregierung begründet die Reform bei Ökoheizungen damit, eine attraktive Förderung für einen breiten Antragstellerkreis erhalten zu wollen. Die Umstellung solle zudem dafür sorgen, dass kontinuierlich gefördert werden könne. Warum besonders bei Holzheizungen gespart wird, erklärt das Bundeswirtschaftsministerium auf Anfrage mit dem begrenzten Anwendungsbereich der Biomasse im Gebäudesektor. Das nachhaltig verfügbare Potenzial von Biomasse sei begrenzt und die Biomassenutzung häufig nicht die effizienteste Technologie zur Wärmeerzeugung. Stattdessen solle der Fokus künftig auf effizienteren und nachhaltigen Technologien liegen, zum Beispiel Wärmepumpen. Dem hält Schmidt-Menig entgegen: “Moderne Holz- und Pelletfeuerungen haben nach den vorliegenden Evaluierungen mit Abstand am meisten zur CO2-Einsparung beigetragen – und zwar mit der größten Fördereffizienz.”

Alte und neue Fördersätze für Einzelmaßnahmen Alte und neue Fördersätze für Einzelmaßnahmen

 

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