Gute Verbrennung: Auf die Technik kommt es an

Dienstag, 08. September 2026 | Autor: Joachim Berner

Vieles beeinflusst Verbrennung Vieles beeinflusst Verbrennung Richtig heizen mit Holz: Entscheidend sind die passende Luftzufuhr, trockener Brennstoff und eine auf Raum und Wärmebedarf abgestimmte Heizleistung.

Was es für eine gute Verbrennung braucht

Beim Heizen mit Holz entscheiden mehrere Faktoren darüber, wie die Verbrennung abläuft und wie die erzeugte Wärme an den Wohnraum abgegeben wird. Eine wichtige Rolle spielen die Konstruktion der Feuerstätte, die Verbrennungsluft, die Temperaturen im Feuerraum und die Führung der Abgase. Moderne Geräte sind darauf ausgelegt, diese Faktoren aufeinander abzustimmen. Darauf weist der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik hin.

Verbrennungsluft richtig steuern

Für eine möglichst vollständige Verbrennung muss die Luftzufuhr zur jeweiligen Verbrennungsphase passen. Beim Anzünden benötigt das Feuer zunächst viel Sauerstoff, damit die erforderlichen Temperaturen im Brennraum schnell erreicht werden. Im weiteren Verlauf wird die Luftzufuhr entsprechend dem Verbrennungsprozess angepasst.

Viele moderne Feuerstätten verfügen über eine elektronische Abbrandsteuerung. Sie übernimmt diese Anpassung automatisch und reguliert die Verbrennungsluft während des Betriebs. Der Nutzer muss dadurch weniger eingreifen.

Der Brennstoff muss passen

Neben der Luftzufuhr spielt die Qualität der Brennstoffe eine wichtige Rolle. Verwendet werden dürfen nur die für das jeweilige Gerät zugelassenen Brennstoffe. Scheitholz muss unbehandelt und sollte eine Restfeuchte von unter 20 Prozent haben. Ein zu hoher Wassergehalt erschwert die Verbrennung, vermindert die Wärmeausbeute und kann zu erhöhten Emissionen sowie Ablagerungen an der Sichtscheibe führen.

Eine Alternative zu Scheitholz sind Holzbriketts. Sie werden aus trockenen Holzresten wie Sägespänen oder Hobelspänen unter hohem Druck gepresst. Dadurch lassen sie sich gut lagern und dosieren. Entscheidend ist auch hier, dass sie für die jeweilige Feuerstätte zugelassen sind und die in der Bedienungsanleitung vorgegebene Brennstoffmenge eingehalten wird.

Auch Größe und Menge der aufgelegten Scheite beziehungsweise Holzbriketts müssen zum Gerät passen. Zu viel Brennstoff kann ebenso wie eine falsche Luftzufuhr den Verbrennungsprozess beeinträchtigen.

Die Heizleistung muss an den Raum angepasst sein

Ebenso entscheidend ist die richtige Dimensionierung. Ein Kaminofen muss zur Raumgröße, zum Dämmstandard des Gebäudes und zum tatsächlichen Wärmebedarf passen. Ist die Heizleistung zu hoch, wird der Aufstellraum schnell überheizt. Wird daraufhin die Luftzufuhr stark gedrosselt, kann sich die Verbrennung verschlechtern. Rußablagerungen auf der Sichtscheibe können ein Hinweis darauf sein.

Fachgerechte Planung von Anfang an ratsam

Bei der Auswahl einer neuen Feuerstätte müssen deshalb neben dem Design insbesondere Nennwärmeleistung, Wirkungsgrad, Verbrennungstechnik, Aufstellraum und Brennstoff berücksichtigt werden. Fachbetriebe und Schornsteinfeger unterstützen bei der Auswahl und prüfen die technischen Voraussetzungen. Auch die Bedienungsanleitung ist wichtig, da Feuerstätten je nach Bauart unterschiedliche Anforderungen an Brennstoffmenge und Luftzufuhr stellen.

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