Bei der Intersolar Europe 2016 hat die Initiative Sonnenheizung ihr Solergy-Label für Sonnenkollektoren präsentiert. Es ermöglicht Verbraucherinnen und Verbrauchern, aus dem Angebot an unterschiedlichen Sonnenfängern denjenigen auszuwählen, der am besten zu ihrem Wärmebedarf passt.
Sonnenkollektoren passen nicht in Effizienzschema der EU
Seit dem 26. September 2015 müssen unter anderem Heizkessel und Warmwasserspeicher mit einem Energieeffizienzlabel versehen sein. Es soll Verbraucherinnen und Verbrauchern bei der Wahl ihrer Heizung helfen, eine energiesparende Entscheidung treffen zu können. Wer sich allerdings auf die Suche nach energieeffizienten Sonnenkollektoren macht, dem hilft das Label nicht weiter – weil sie nicht damit ausgezeichnet werden. Der Grund: Sonnenkollektoren verbrauchen so gut wie keine Energie, weshalb sie nicht in das Bewertungsschema der EU passen. Lediglich in Kombination mit einem anderen Heizsystem werden sie gemeinsam auf einem Verbundlabel ausgewiesen. Der fast nicht vorhandene Primärenergieverbrauch von Sonnenkollektoren trägt in diesem Fall dazu bei, dass das andere System eine bessere Bewertung erhält.
Solergy-Label bewertet Sonnenkollektoren
Um Verbraucherinnen und Verbrauchern beim Kollektorkauf eine transparente Entscheidungshilfe bieten zu können, haben sich deshalb namhafte Hersteller und Verbände der Solarwärmebranche zusammengeschlossen und die EU-Verordnungen auf die Solarthermie ausgeweitet. Das Ergebnis: das eigene Label Solergy, das Auskunft über die Ertragsstärke eines Sonnenkollektors gibt. Es basiert auf genormten, unabhängigen Tests und der weltweit anerkannten Solar Keymark-Zertifizierung. In seiner Darstellung unterscheidet sich Solergy vom EU-Effizienzlabel. Die gesamte A-Skala von Solergy hat die Initiative Sonnenheizung in grün gehalten, da Sonnenkollektoren praktisch keine Primärenergie verbrauchen, also nachhaltig ökologisch und ökonomisch Wärme bereitstellen.