Klimakrise: Hitzewellen kosten Milliarden

Dienstag, 07. Oktober 2025 | Autor: Joachim Berner

Hitzewellen kosten Hitzewellen kosten Die wirtschaftlichen Folgen von Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen sind erheblich. Die Universität Mannheim und Ökonom:innen der Europäischen Zentralbank schätzen sie europaweit auf 43 Milliarden Euro allein im Jahr 2025 und insgesamt 126 Milliarden Euro bis 2029.

Hitzewellen erfordern Hitzeschutz

Extreme Wetterereignisse nicht nur das tägliche Leben – sie hinterlassen auch tiefe wirtschaftliche Spuren. Eine neue, in der Fachzeitschrift European Economic Review veröffentlichte Studie zeigt erstmals anhand von aktuellen Wetterdaten und historischen Vergleichswerten, wie stark einzelne Regionen in der Europäischen Union bereits heute von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. „Unser Rahmenkonzept nutzt aktuelle Wetterdaten und neu veröffentlichte Erkenntnisse zu regionalen Auswirkungen aus unserer früheren Studie, um zeitnahe Schätzungen darüber zu liefern, wie sich die Extremereignisse im Sommer 2025 auf die Wirtschaftstätigkeit ausgewirkt haben“, erklärt Studienautor Sehrish Usman von der Universität Mannheim.

Hitzewellen kosten mehr als ein halbes Prozent der Wirtschaftsleistung

Die Studie basiert auf Wetterdaten für den Zeitraum Juni bis August 2025. Insgesamt waren 96 Regionen in Europa von Hitzewellen, 195 von Dürre und 53 von Überschwemmungen betroffen. Alle drei Ereignisarten beeinträchtigen die wirtschaftliche Aktivität auf unterschiedliche Weise: Hitze führt zu Produktivitätsverlusten, etwa im Bau- und Gastgewerbe, während Dürren vor allem die Landwirtschaft treffen. Überschwemmungen verursachen direkte Schäden an Infrastruktur und Gebäuden – aber auch mittelbare Verluste, etwa durch unterbrochene Lieferketten. Diese wirtschaftlichen Verluste sind laut Usman deutlich messbar: In Italien lagen beispielsweise die geschätzten Einbußen bei 11,9 Milliarden Euro. Das entspricht 0,6 Prozent der italienischen Wirtschaftsleistung des Jahres 2024. In Frankreich beliefen sich die Schäden auf 10,1 Milliarden Euro. Dabei betonen die Forschenden, dass sie eher konservativ gerechnet haben, weil sie Hagel, Sturm und Waldbrände nicht in ihrer Analyse berücksichtigt haben.

Klimaanpassung kostet – aber Nichtstun kostet mehr

Die Studie macht deutlich: Extreme Wetterereignisse sind keine weit entfernte Bedrohung mehr – sie beeinflussen bereits heute die wirtschaftliche Entwicklung in Europa. Die Forschenden plädieren daher für eine verstärkte Investition in Klimaanpassungen, wie etwa Hitzeschutz in Städten oder verbesserte Wasserbewirtschaftung. Gleichzeitig weisen sie darauf hin, dass Anpassungsmaßnahmen selbst hohe Kosten verursachen und nicht immer die produktivste Verwendung öffentlicher Mittel darstellen. Es brauche daher genauere wirtschaftliche Analysen, um politische Maßnahmen effektiv und sozial gerecht zu gestalten.

Bewerten Sie diesen Beitrag

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 5.0/5 (1 vote cast)
5.051
Schlagworte: , , , ,

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre persönlichen Daten

Ihr Kommentar

Sie haben News für die Pellets-Branche?

Senden Sie diese an news@pelletshome.com

Newsletter
Bleiben Sie immer up to date. jetzt Newsletter abon­nie­ren

schnell und einfach den richtigen Pelletofen finden!

zum Produktfinder

zur Navigation Sprache wählen: Home | Sitemap | Italiano

Hauptmenü:

Diese Seite verwendet Cookies, die für eine uneingeschränkte Nutzung der Website nötig sind. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies auf dieser Website finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Dort kann auch der Verwendung von Cookies widersagt werden.
Akzeptieren