Hitzewellen in der Arktis nehmen zu

Freitag, 16. Februar 2024 | Autor: Joachim Berner

Hitzewellen in der Arktis Hitzewellen in der Arktis Marine Hitzewellen werden in der Arktis künftig regelmäßig auftreten. Das belegt eine aktuelle Studie vom Exzellenzcluster für Klimaforschung an der Universität Hamburg.

Hitzewellen in der Arktis sind menschengemacht

Seit 2007 haben sich die Bedingungen am Nordpol verschoben. Das zeigen Daten, die jetzt im Fachjournal Nature Communications Earth & Environment veröffentlicht wurden. Zwischen 2007 und 2021 ereigneten sich demnach in den Randgebieten des Arktischen Ozeans elf Hitzewellen, bei denen die Wassertemperatur an der Oberfläche durchschnittlich 2,2 Grad Celsius wärmer war als das langjährige Mittel. Die Hitzewellen hatten eine mittlere Dauer von 37 Tagen. Ab 2015 traten sie jährlich auf. Die bislang stärkste ereignete sich 2020. Sie dauerte 103 Tage mit Spitzentemperaturen von vier Grad Celsius über dem langjährigen Mittel. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Hitzewelle ohne den Einfluss von menschengemachten Treibhausgasen aufgetreten wäre, liegt unter einem Prozent, hat das Team um Armineh Barkhordarian vom Exzellenzcluster CLICCS errechnet. Barkhordarian zufolge werden jährliche Hitzewellen in Zukunft die Regel sein.

Die Arktis tritt in eine neue Klimaphase ein

Barkhordarian weist außerdem erstmals nach, dass arktische Hitzewellen entstehen, wenn das Meereis nach dem Winter früh und schnell schmilzt. Dadurch kann sich bis zum Zeitpunkt der maximalen Sonneneinstrahlung im Juli viel Wärme im Wasser anreichern. “2007 hat in der Arktis eine neue Phase begonnen”, sagt die Expertin für Klimastatistik. Es gebe immer weniger dickes Eis, das mehrere Jahre alt sei. Stattdessen nehme der Anteil von einjährigem, dünnen Eis beständig zu. Das dünne Eis ist jedoch weniger haltbar und schmilzt schneller, sodass die Sonneneinstrahlung ungehindert die Wasseroberfläche erwärmen kann. Offiziell spricht man von einer marinen Hitzewelle, wenn die Temperaturen an der Wasseroberfläche an mindesten fünf aufeinanderfolgenden Tagen höher sind als 95 Prozent der Werte aus den vergangenen 30 Jahren.

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