Intelligent heizen erklärt den hydraulischen Abgleich

Mittwoch, 08. Mai 2024 | Autor: Joachim Berner

Hyraulischen Abgleich erklärt Hyraulischen Abgleich erklärt Mit einem hydraulischen Abgleich arbeitet die Heizung effizienter. Warum das so ist und wie das Verfahren funktioniert, darüber informiert das Serviceportal “Intelligent heizen”.

Den hydraulischen Abgleich erklärt

Vor allem Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer mit veralteten Heizungsanlagen kennen das: überheizte Räume auf der einen Seite und kalte Heizkörper auf der anderen. Sie sind ein deutliches Signal dafür, dass das Heizwasser nicht richtig zirkuliert. Mit einem hydraulischen Abgleich lässt sich das verhindern. Denn bei diesem Verfahren werden unter anderem alle am Heizkreislauf beteiligten Komponenten der Heizung aufeinander abgestimmt. “Dadurch kann die Energieeffizienz der Heizung bis zu 15 Prozent gesteigert werden. Vor allem nach einer Heizungssanierung sollte die Heizungsanlage hydraulisch abgeglichen werden,” empfiehlt Jens Wischmann, Geschäftsführer der VdZ Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie. Auf dem Serviceportal “Intelligent heizen” finden Sie Informationen zum hydraulischen Abgleich.

So funktioniert der hydraulische Abgleich

Der hydraulische Abgleich ist erforderlich, da sich Wasser grundsätzlich den Weg des geringsten Widerstandes sucht. Das gilt auch für das Heizwasser. Aus diesem Grund werden in einem nicht abgeglichenen Heizsystem Heizkörper, die nahe am Wärmeerzeuger oder der Heizungspumpe liegen, schneller heiß. Bei weiter entfernten Heizkörpern ist der Strömungswiderstand höher, da er unter anderem durch Armaturen, Formstücke und Rohrlängen in den Leitungen beeinflusst wird. Die Folge: Die Heizkörper heizen sich nicht so schnell auf. Beim hydraulischen Abgleich untersucht ein Fachbetrieb den Wasserdurchfluss im Heizsystem an verschiedenen Stellen. Neben dem Wärmeerzeuger nimmt er weitere wichtige Komponenten in den Blick. Dazu gehören zum Beispiel die Heizungspumpe, die Heizflächen oder die Thermostatventile an den Heizkörpern. Diese werden auf ihre Leistungsfähigkeit hin überprüft. Auch weitere Faktoren, die für die energetische Qualität des Gebäudes eine Rolle spielen, werden berücksichtigt. Neben der Qualität der Fenster kann das die Dämmung der Außenwände sein. Alle Ergebnisse dienen dazu, um die tatsächlich benötigte Wärmemenge zum Beheizen der Räume zu ermitteln.

Staat fördert hydraulischen Abgleich

Fördermittel und Verfahrensweisen

Gefördert wird der hydraulische Abgleich vom Staat durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude. Der hydraulische Abgleich ist Bestandteil der Förderung der Heizungsoptimierung. Diese schließt folgende Maßnahmen mit ein.

  • den hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage inklusive der Einstellung der Heizkurve
  • den Austausch von Heizungspumpen sowie Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung
  • Maßnahmen zur Absenkung der Rücklauftemperatur bei Gebäudenetzen im Sinne der Richtlinie
  • die Dämmung von Rohrleitungen
  • den Einbau von Flächenheizungen, von Niedertemperaturheizkörpern und von Wärmespeichern im Gebäude oder gebäudenah (auf dem Gebäudegrundstück)
  • Mess-, Steuer- und Regelungstechnik
  • den Einbau von Systemen auf Basis temperaturbasierter Verfahren des hydraulischen Abgleichs

Der Grundfördersatz beträgt 15 Prozent der Kosten. Bei einer Investition von mindestens 300 Euro (brutto) werden diese zurückerstattet. Wichtig ist, dass der hydraulische Abgleich nach dem sogenannten Verfahren B erfolgt ist. In diesem Fall wird die Heizlast für jeden einzelnen Raum ermittelt und spezifische Eigenschaften der Heizungsanlage fließen in die Berechnung ein. Dadurch kann ein deutlich höherer energetischer Standard erreicht werden. Bei anderen Förderungen, beispielsweise für die Heizungssanierung muss nachgewiesen werden, dass der hydraulische Abgleich erfolgt ist.

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