Heizungstausch mit Wärmepumpe
Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz erlaubt weiterhin den Einbau von Öl- und Gasheizungen. Trotzdem ist die Wärmepumpe unter Hausbesitzern die erste Wahl beim Heizungstausch.
Hausbesitzende wollen mehrheitlich die Wärmepumpe
Trotz neuer Spielräume für Gas- und Ölheizungen im Gebäudemodernisierungsgesetz würden sich viele Hauseigentümer im Ernstfall für eine Wärmepumpe entscheiden. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox. Demnach würden 43 Prozent eine Wärmepumpe wählen, wenn ihre fossile Heizung irreparabel ausfiele. Mit deutlichem Abstand folgt die Gasheizung (19 Prozent). Neun Prozent würden sich für eine Ölheizung entscheiden, jeweils fünf Prozent für eine Pelletsheizung oder ein anderes Heizsystem. Zwölf Prozent konnten sich nicht festlegen. Vor allem jüngere Hauseigentümer stehen der Wärmepumpe offen gegenüber. In der Altersgruppe der 18- bis 39-Jährigen würden sich 50 Prozent für diese Technologie entscheiden. Bei den über 60-Jährigen liegt der Anteil mit 37 Prozent deutlich niedriger.
Hohe Investitionskosten bremsen Heizungstausch
Trotz der grundsätzlichen Offenheit gegenüber der Wärmepumpe scheuen viele Hauseigentümer derzeit eine Investition. Für 54 Prozent besteht kein Handlungsbedarf, weil die bestehende Heizung noch zuverlässig funktioniert. An zweiter Stelle folgen mit 41 Prozent die hohen Investitionskosten als Hemmnis. Knapp jeder Dritte ist zudem der Ansicht, dass das eigene Heizsystem technisch noch auf dem neuesten Stand ist. Auch Unsicherheit über künftige gesetzliche Vorgaben (18 Prozent) und Zweifel an der langfristigen Förderpolitik (14 Prozent) bremsen die Investitionsbereitschaft. „Langfristig dürfte sich die Wärmepumpe allein aus wirtschaftlichen Gründen durchsetzen. Eine aktuelle Verivox-Analyse zeigt, dass effiziente Wärmepumpen im vergangenen Jahr rund 40 Prozent geringere Heizkosten verursacht haben als vergleichbare Gasheizungen“, sagt Verivox-Energieexperte Thorsten Storck.