Im vergangenen Jahr wurden 16 Prozent weniger energiesparende Heizungen eingebaut als noch 2006. 78 Prozent der Heizanlagen in Deutschland sind nicht auf dem aktuellen Stand der Technik und verbrauchen zu viel Energie. Diese Zahlen veröffentlichte der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH). “In Deutschland ist weiterhin viel zu häufig veraltete Heiztechnik in Betrieb. Statt die Fahrt in Richtung Energiewende zu beschleunigen, sind wir mit angezogener Bremse unterwegs”, sagt Klaus Jesse, Präsident des Verbands der Heizungsindustrie.
Als einen der wesentlichen Gründe für die anhaltende Investitionszurückhaltung nennt er das Stop-and-Go in der Förderpolitik. “Die Bürger in Deutschland brauchen verlässliche Rahmenbedingungen für ihre Investitionen. Der Klima- und Ressourcenschutz benötigt eine Verdopplung des Modernisierungstempos. Dies gelingt nur durch eine verstetigte Politik der Anreize.” Laut den BDH-Zahlen kaufen die Deutschen noch immer weit weniger moderne Wärmeerzeuger als in den Jahren vor 2007. Zudem handelt es sich nur bei jeder vierten Anlage um eine, die erneuerbare Energien nutzt.
[...] starkes Signal, die Modernisierungsblockade im Gebäudebestand aufzuheben, erwartet die deutsche Heizungsindustrie vom neuen Umweltminister [...]