Der österreichische Heizungsmarkt erzielt 2017 ein leichtes Plus

Samstag, 10. März 2018 | Autor: Joachim Berner

Österreichischer Heizungsmarkt Anteile Österreichischer Heizungsmarkt Anteile Mit einem Zuwachs von vier Prozent hat der österreichische Heizungsmarkt das vergangene Jahr abgeschlossen. Die aktuellen Absatzzahlen hat die Vereinigung Österreichischer Kessellieferanten (VÖK) vor Kurzem veröffentlicht.

Der österreichische Heizungsmarkt legt 2017 nur wenig zu

Ein Plus konnten die Hersteller von Holzkesseln für das vergangene Jahr verbuchen. Holzkessel haben 2017 um neun Prozent gegenüber 2016 zugelegt. Allerdings fiel der Zuwachs innerhalb des Brennstoffsegments recht unterschiedlich aus. So stieg der Absatz von Pelletskesseln um 18 Prozent auf 5.600 Stück, der von Hackschnitzelkesseln um neun Prozent auf 2.400 Stück. 3.600 verkaufte Scheitholzkessel bedeuten dagegen ein Minus von drei Prozent gegenüber 2016. Weiterhin wird der österreichische Heizungsmarkt aber von Erdgas bestimmt. Den größten Marktanteil behaupteten trotz einem Minus von einem Prozent die Gasheizungen mit 48.500 Geräten. Auf Platz zwei folgen Heizungswärmepumpen mit 18.400 Stück und einem Zuwachs von 14 Prozent. Außerdem wurden 5.050 Heizölkessel verkauft – zwei Prozent mehr als 2016.

Österreichischer Heizungsmarkt 2017 Vorjahr Österreichischer Heizungsmarkt 2017 Vorjahr VÖK kritisiert europäische Politik

In einer Stellungnahme zu seinen Zahlen kritisiert der VÖK die Politik der Europäische Union. Sie wolle Fernwärme und Strom in der Wärmeversorgung stärken. Dies würde für Österreich bedeuten, dass die rund zwei Millionen Einfamilienhäuser im ländlichen Raum mit strombasierten Wärmesystemen beheizt werden müssten, da Fernwärme dort oft nicht rentabel eingesetzt werden kann. In den Wintermonaten könne derzeit nur 20 bis 40 Prozent des heimischen Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. “Wir erwarten, dass ohne ideologische Scheuklappen zum Wohle der Bürger ein technologieoffener Ansatz gewählt wird, der auch Brückentechnologien entsprechend berücksichtigt und neben dem technisch machbaren und ökologisch notwendigen auch die ökonomisch zumutbare Seite berücksichtigt”, fordert der Verband.

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