Gemischte Gefühle: DEPV veröffentlicht Marktzahlen 2017

Freitag, 09. Februar 2018 | Autor: Joachim Berner

Marktzahlen 2017: Pelletsfeuerungen in Deutschland Marktzahlen 2017: Pelletsfeuerungen Auf die Marktzahlen 2017 blickt die Pelletsbranche mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Laut des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes (DEPV) wurden so viele Presslinge wie noch nie produziert. Die Absatzzahlen bei den Heizgeräten blieben aber hinter den Erwartungen zurück.

Marktzahlen 2017: Kesselabsatz ok

Mit 32.300 verkauften Pelletsfeuerungen im vergangenen Jahr hat die Branche in Deutschland ihren Absatz gegenüber 2016 um 3,5 Prozent steigern können. Installiert wurden 16.500 Kaminöfen (plus drei Prozent)  15.000 Heizkessel und wasserführende Öfen bis 50 Kilowatt (plus sieben Prozent) sowie 800 Großanlagen über 50 Kilowatt (plus zwölf Prozent). Das moderate Wachstum begründet DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele folgendermaßen: “Die Austauschquote von alten, fossilen Heizungen ist trotz zaghafter Bemühungen der Politik mit Altanlagenlabel und EnEV-Austauschpflicht bei Eigentümerwechsel noch viel zu niedrig.” Dass die neue Bundesregierung, wie im Koalitionsvertrag verabschiedet, keine CO2-Bepreisung anstrebt und stattdessen über das Jahr 2020 hinaus Steuergelder für neue fossile Heizungen ausgeben will, hält er angesichts der Verfehlung der Klimaziele für kontraproduktiv. Für dieses Jahr geht der DEPV von einem Absatz von 33.900 Feuerungen aus.

Marktzahlen 2017: Produktion, Verbrauch Marktzahlen 2017: Produktion, Verbrauch Marktzahlen 2017: Rekord bei Brennstoffproduktion

Über die Marktzahlen 2017 freuen können sich die deutschen Brennstoffhersteller. Mit 2,25 Millionen Tonnen haben sie im vergangenen Jahr so viel Holzpellets produziert wie noch nie. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Steigerung von 15,4 Prozent. Der Verbrauch belief sich 2017 bundesweit auf 2,1 Millionen Tonnen. “Deutschland kann sich rein rechnerisch vollständig mit Pellets aus eigener Produktion versorgen”, erklärt Bentele. An Rohstoff mangele es dank des hohen Holzeinschnitts und dem damit verbundenen großen Restholzanfall in deutschen Sägewerken nicht. Die Hersteller haben ihre Ware zu 95 Prozent aus Sägenebenprodukten gepresst, fast die gesamte Produktionsmenge nach den strengen Vorgaben der ENplus-Zertifizierung (98,5 Prozent). Der Verband rechnet für 2018 mit einer weiter leicht zunehmenden Produktion von 2,3 MillionenTonnen. Deutschland ist europaweit der größte Pelletsproduzent und erzeugt annähernd zehn Prozent der weltweit hergestellten Holzpresslinge.

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