Österreichische Heizungsbranche gibt Kesselabsatz 2016 bekannt

Montag, 06. März 2017 | Autor: Joachim Berner

Einen Rückgang von 20 Prozent beim Kesselabsatz hat die österreichische Heizungsbranche im vergangenen Jahr hinnehmen müssen. Das teilt die Vereinigung Österreichischer Kessellieferanten (VÖK) mit. Gasgeräte dominieren den Markt.

Der Kesselabsatz 2016 im Detail

“2015 gab es bedingt durch das Brennwertgebot der Ökodesign-Richtlinie viele vorgezogene Investitionen. Deshalb kam das Minus nicht überraschend”, sagte VÖK-Vorstand Christian Rubin bei der Präsentation der Kesselabsatz-Zahlen auf der Energiesparmesse in Wels. Demnach wurden im Vorjahr 83.017 Heizungen abgesetzt.

  1. Mit 44.790 Geräten hat sich mehr als die Hälfte der Verbraucherinnen und Verbraucher für eine Gasheizung entschieden, was dennoch ein Minus von 27 Prozent gegenüber 2015 bedeutet.
  2. Der Markt für Nah- und Fernwärme belief sich nach VÖK-Schätzungen mit 20.000 Neuanschlüssen auf dem Niveau der Vorjahre.
  3. Halten konnte sich der Absatz von Heizungswärmepumpen mit 17.304 Stück. Hinzu kommen 5.560 Brauchwasserwärmepumpen.
  4. Der Verkauf von Biomasseanlagen ging um 17 Prozent auf 9.989 Stück zurück.
  5. Bei Heizöl betrug der Rückgang neun Prozent auf 5.187 Stück.
  6. Negativ entwickelt hat sich auch der Absatz von Sonnenkollektoren. Die Branche konnte 130.000 Quadratmeter verkaufen – ein Minus von elf Prozent.

Energiesparoffensive soll Kesselabsatz antreiben

Mit einer Energiesparoffensive wollen Installations- und Servicebetriebe gemeinsam mit Rauchfangkehrern den Kesselabsatz in diesem Jahr steigern. Seit dem 6. März 2017 können sich Kundinnen und Kunden, deren Heizungen 15 Jahre und älter sind, unter www.heizungs.org über moderne Heizungslösungen informieren beziehungsweise Anbieter kontaktieren. “Wir unterstützen die Aktion und wollen das Bewusstsein stärken und Kunden zum Nachdenken anregen, welche Vorteile sie aus dem Tausch einer alten Heizungsanlage ziehen können“, erklärt Peter Engelbrechtsmüller. Der Bundesinnungsmeister der Rauchfangkehrer schätzt, dass in Österreich über 60 Prozent der Heizungen älter als 25 Jahre sind – und von diesen rund 70 Prozent sogar älter als 30 Jahre.

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