Aiwanger stellt Aktionsprogramm Energie vor
Ein Aktionsprogramm Energie hat Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger in einer Regierungserklärung am 27. November 2019 vorgestellt. Mit 73 Einzelmaßnahmen will er der Energiewende neuen Schwung verleihen.
FVH lobt Aktionsprogramm Energie
Mit seinem Aktionsprogramm Energie will Aiwanger unter anderem den Anteil der Bioenergie an der Wärmeerzeugung um ein auf 20 Prozent bis 2022 erhöhen. Die Stromerzeugung aus Bioenergie soll von 9,2 auf zehn Terawattstunden steigen. “Mit der Veröffentlichung zum Aktionsprogramm Energie hat sich das bayerische Wirtschaftsministerium heute ganz eindeutig für die Holzenergie stark gemacht”, freut sich Sebastian Henghuber, Vorstandsmitglied des Bundesverbands Bioenergie und Leiter der Landesgruppe Bayern des Fachverbands Holzenergie (FVH). Er hebt hervor, dass insbesondere die Prozesswärmeerzeugung mit Holz unterstützt werde. Hierin sehe der FVH ein besonders großes Potenzial für Treibhausgaseinsparungen, da Prozesswärme in der Industrie derzeit fast ausschließlich über fossile Energieträger wie Öl, Kohle oder Erdgas gedeckt werde. Holzenergieanlagen dagegen seien eine bereits verfügbare und marktgängige Lösung für die Defossilisierung der industriellen Prozesswärme.
Viel Holz, wenig konkretes
Auch das Heizen mit Holz wird im Aktionsprogramm Energie erwähnt. So will Aiwanger ab dem kommenden Jahr die Haushaltsmittel für das Förderprogramm Bioklima erhöhen, das den Bau von Biomasseheizwerken unterstützt. Um wie viel die Fördermittel erhöht werden sollen, dazu finden sich bislang keine Angaben. Außerdem soll mit einem neuen Teil des 10.000-Häuser-Programms der Einsatz von Holz als Brennstoff in Bestandsbauten “gestärkt” werden. Der Ersatz von fossilen Heizanlagen durch Holzheizungen soll gefördert werden. Um den Zubau von Solarthermie in die Breite zu bringen, wird die Landesagentur für Energie und Klimaschutz eine Informationskampagne starten. Sie soll Fortbildungen für Energieberater und Fachhandwerker sowie Informationsmaterial für Bürgerinnen und Bürger über die verfügbaren Techniken und konkrete Fördermöglichkeiten von Solarthermieanlagen umfassen.