Wald profitiert von Holzenergie

Mittwoch, 06. Februar 2013 | Autor: Joachim Berner

“Holzenergie spielt in Deutschland eine wichtige Rolle beim Ersatz fossiler Brennstoffen durch erneuerbare Energien und damit auch zur Umsetzung der Energiewende.” Mit einer gemeinsamen Presseerklärung haben sich der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) und der Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) gegen die Aussage der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbrauchergewendet,  Brennholz werde durch den steigenden Bedarf in Holzheizungen knapp. DFWR und DEPV verweisen stattdessen darauf, dass die zunehmende Nachfrage nach Energieholz bei den Waldbesitzern zu einer merklichen Steigerung ihrer betrieblichen Wertschöpfung geführt habe. “Waldpflege lohnt sich wieder – und zwar insbesondere, seit ehemals wenig attraktive Holzsortimente am Energiemarkt einen guten Preis erzielen”, sagt DFWR-Präsident Georg Schirmbeck.

Die Forstbetriebe würden ihr nachhaltig genutztes Holz im Regelfall an diejenigen Kunden verkaufen, die am meisten hierfür zu zahlen bereit wären. Deshalb funktioniere der Holzmarkt, an dem nicht zuletzt auch das Brennholz angeboten werde, nach klar nachvollziehbaren Marktmechanismen von Angebot und Nachfrage. 300 Jahre nachdem der Nachhaltigkeitsbegriff erstmals in der Forstwirtschaft in Deutschland erwähnt wurde, habe das verantwortungsvolle und generationsübergreifende Denken der zahlreichen Waldbesitzer dazu geführt, dass Waldfläche wie Holzvorrat stetig an Qualität und Quantität zunehme. “Deutschlands Wälder verfügen über den größten Holzvorrat in Mitteleuropa. Auch eine erhöhte energetische Holznutzung wird die tief in der Forstwirtschaft verwurzelte Nachhaltigkeit nicht gefährden”, erklärt Schirmbeck.

Anders als Stückholz und Hackschnitzel bestehen Holzpellets aus Resthölzern aus Sägewerken. “Im Jahr 2012 wurden mit 2,2 Millionen Tonnen Holzpellets so viele Holzpresslinge wie noch nie hergestellt. Die verfügbare Menge aus Holzspänen und Sägeresthölzern beträgt ein Vielfaches, so dass ein deutlicher Ausbau an Pelletheizungen möglich ist”, sagt DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele. Auch das beim Holzeinschnitt anfallende Sägerestholz habe durch die Holzenergie deutlich an Wert gewonnen, was bei den Sägewerken zu einer Erhöhung der Wertschöpfung geführt habe. Diejenigen, die heute gegen die Holzenergie argumentieren würden, wären es vor kurzer Zeit noch gewohnt gewesen, Resthölzer wie Abfall zu Dumpingpreisen zu kaufen.

Eine aktuelle Studie der Universität Hamburg zur Energieholzverwendung in privaten Haushalten müsse nach DEPV und DFWR korrekt interpretiert werden. Die hierin unter anderem thematisierte Steigerung der energetischen Holznutzung gegenüber 2007 sei im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass 2010 mit einer sehr hohen Anzahl an Heiztagen das mit Abstand das kälteste Jahr in diesem Jahrhundert war. Bereits im Winter 2011 sei der energetische Holzverbrauch demgegenüber deutlich rückläufig gewesen.

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