HKI kritisiert Warnung vor Brennholz-Knappheit als Panikmache

Montag, 04. Februar 2013 | Autor: Joachim Berner

Aktuelle Presseberichte, wonach das Brennholz in Deutschland knapp würde, bezeichnet der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik als Panikmache. Die Angst vor Holzknappheit sei unbegründet. Die Holzvorräte in den Wäldern würden Jahr für Jahr um rund 40 Millionen Kubikmeter zunehmen. Auch könne der Nachschub für Holzheizungen in Privatwohnungen gar nicht zur Neige gehen. Denn Holz sei ein nachwachsender Rohstoff.

Ende Januar hatte die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher  in einer Pressemitteilug den wachsenden Brennholzbedarf als Grund für treibenden Holzpreise genannt und vor einer Verknappung gewarnt. Der Verband hat sich dabei auf eine Studie der Universität Hamburg berufen. Nun kritisiert der HKI in einer Presseinformationen, dass eine weitere Zahl der Studie in der aktuellen Berichterstattung nicht genannt werde: “Vor deutschen Eigenheimen stapeln sich rund 50 Millionen Festmeter oder umgerechnet 70 Millionen Raummeter Scheitholz.” Das entspreche mehr als der zweifachen Menge an Scheitholz, die 2010 in Deutschland in Kaminöfen, Kachelöfen und Heizkaminen verfeuert worden war.

Nimmt man Schnittholzreste und gebrauchtes Holz sowie Pellets und Holzbriketts hinzu, errechnet sich laut HKI für das Kalenderjahr 2010 ein Brennholzverbrauch von 34 Millionen Festmetern. Dabei sei jedoch zu berücksichtigen, dass sowohl der Januar als auch der Dezember 2010 extrem kalt waren, sodass der Verbrauch bereits im folgenden Jahr wieder deutlich zurückgegangen sei. Außerdem weist der HKI darauf hin, dass der Holzverkauf mit über 90 Prozent die wichtigste Einnahmequelle der Forstbetriebe sei. Er stelle somit die wirtschaftliche Grundlage für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung dar.

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2 Kommentare

  1. Artur Wöhler sagt:

    Nach meinen erkenntnissen sind die pelletspreise in den letzten 3 jahren um 32 % gestiegen ( 2910 = 2,2 %; 2011 = 4,4 %; 2012 = 25,0 % ). das bedeutet, dass pellets bzw. die rohstoffe für die herstellung knapp werden!

    • Muhlai sagt:

      Eine Preissteigerung von 32% kann ich absolut nicht bestätigen.Habe in den letzen Jahren eine Steigerung von max. 10€ pro Tonne bezahlt.Man muß halt auch mal schauen,wann man tankt.Beim Öl ist es so!!!!

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