Absatz Wärmeerzeuger 2016–2025
Die dringend notwendige Modernisierung alter Wärmeerzeuger in Deutschland gerät ins Stocken. Das geht aus der Absatzstatistik hervor, die der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie für das erste Quartal 2025 vorgelegt hat.
Ökologische Wärmeerzeuger gewinnen auf niedrigem Niveau hinzu
Die Zahlen des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) erfassen sämtliche am Markt verfügbaren Wärmeerzeuger. Nachdem der Absatz im Jahr 2024 bereits um 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingebrochen war, setzten die Hersteller im ersten Quartal 2025 über alle Technologien hinweg 32 Prozent weniger Heizungen ab als noch im Vorjahreszeitraum. Besonders hoch fielen die Rückgänge mit einem Minus von 81 Prozent bei Ölheizungen sowie bei Gasheizungen mit einem Minus von 48 Prozent aus. Letztere machten dennoch die Hälfte aller abgesetzten Wärmeerzeuger aus. Biomasseheizungen konnten dagegen um 71 Prozent zulegen, Wärmepumpen um 35 Prozent. In absoluten Zahlen sind dies jedoch nur 62.000 abgesetzte Einheiten. Von den politisch angestrebten 500.000 installierten Wärmepumpen pro Jahr ist der Markt damit weit entfernt.
Absatz nach Heizungstechnologien
Förderung soll beibehalten werden
Als zentralen Impuls für die Belebung der Heizungsmodernisierung empfiehlt der BDH, das Gebäudeenergiegesetz praxisnah auf die Lebenssituationen der Haushalte auszurichten. Das Ordnungsrecht solle wieder mehr der Orientierung und Hilfe dienen. Daneben empfiehlt der BDH die langfristig ausfinanzierte und verlässliche Fortführung der Förderung. Kurzfristige Förderkürzungen oder -stopps gelte es gerade mit Blick auf den noch zu verabschiedenden Bundeshaushalt 2025 unbedingt zu verhindern. Darüber hinaus müsse die Fördersystematik vereinfacht werden, umfangreiche Nachweispflichten gelte es abzubauen. Der BDH fordert außerdem die verpflichtende frühzeitige Ausweisung von Gebieten, in denen keine Fern- und Nahwärme geplant werden, und Maßnahmen, um den stockenden Wohnungsneubau wieder anzukurbeln. Dazu gehört für ihn insbesondere die aktuell geltenden Neubauanforderungen auf dem Effizienzhaus-55-Standard nicht weiter zu verschärfen.