Feinstaub im Größenvergleich
Biomasseheizungen stoßen immer weniger Feinstaub aus. Zum einen werden Holzbrennstoffe zertifiziert, zum anderen statten Hersteller ihre Geräte mit Partikelfiltern aus oder optimieren die Feuerungstechnik.
Wie Feinstaub entsteht
Biomasseheizanlagen stoßen sowohl große Flugaschen aus, so genannten Grobstaub mit Partikeln größer einem Mikrometer, als auch Feinstaub, dessen Partikel kleiner als ein Mikrometer sind. Zur Grobasche gehören Asche-, Brennstoff- und Holzkohlenpartikel, die vom Feuerrost aufwirbeln und mit dem Rauchgas in die Umwelt gelangen. Den Großteil der Emissionen machen organische und anorganische Feinstäube aus, sogenannte Aerosole. Organische Aerosole bilden sich, wenn das bei der Holzverbrennung entstehende Gasgemisch nicht vollständig ausbrennt. Besonders stark treten sie auf, wenn der Kessel mit seinem Heizbetrieb startet und wenn er auf Lastwechsel reagieren muss. Sie bestehen aus Rußpartikeln und kondensierten, nicht verbrannten Kohlenwasserstoffverbindungen.
Gut durchmischte Gase verbrennen besser
Vermindern lässt sich Feinstaub durch eine entsprechende Konstruktion der Ausbrand- beziehungsweise Sekundärverbrennungszone. Sie muss unter anderem dafür sorgen, dass sich die Verbrennungsluft mit den Abgasen gut durchmischt, dass hohe Feuerraumtemperaturen von über 800 Grad Celsius erreicht werden und dass die Abgase im heißen Feuerraum genügend lang verbleiben können. Anorganische Feinstäube entstehen aus leicht flüchtigen Aschebildnern wie Chlor, Schwefel und vor allem Kalium. Sie verdampfen aufgrund der hohen Temperaturen teilweise, reagieren anschließend im Rauchgas und formen dabei Minipartikel. Im Gegensatz zu groben Flugaschen und organischen Aerosolen lassen sich die Emissionen an anorganischen Aerosolen praktisch nicht vermeiden, sondern nur minimieren. Dazu gilt es die Brennstoffbetttemperatur so zu regeln, dass sich möglichst wenig Kalium freisetzt.