Für jeden Euro, der 2010 in die Förderung energieeffizienten Bauens und Sanierens geflossen ist, haben die öffentlichen Haushalte zwischen vier und fünf Euro eingenommen. Diese Zahlen hat das Forschungszentrum Jülich in einem jetzt veröffentlichten Gutachten berechnet. “Die Studie des Forschungszentrums Jülich belegt: Die Förderung energieeffizienter Baumaßnahmen lohnt sich nicht nur für Umwelt und Klima. Sie stärkt auch die Konjunktur und den Arbeitsmarkt. Davon profitiert der Staat durch zusätzliche Einnahmen an Steuern und Sozialabgaben und verringerten Kosten der Arbeitslosigkeit”, sagt Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.
Der Bund stellte der KfW im vergangenen Jahr 1,4 Milliarden Euro aus dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm zur Verfügung. Die KfW-Förderprogramme fördern Bauherren mit zinsverbilligten Krediten oder Investitionszuschüssen, damit sie ihre Häuser und Wohnungen energieeffizient bauen oder sanieren. Die KfW-Förderkredite in Höhe von insgesamt 8,9 Milliarden Euro haben Investitionen von 21,5 Milliarden Euro angestoßen. Von ihnen profitieren vor allem regionalen Handwerker und Bauunternehmen. In der Folge haben diese 340.000 Arbeitsplätze für ein Jahr geschaffen oder gesichert.
Die angestoßenen Bauinvestitionen und Beschäftigungseffekte wirken in zweierlei Hinsicht auf die öffentlichen Haushalte: Zusätzliche Abgaben und Steuern der Unternehmen sowie der Arbeitnehmer machen 5,4 Milliarden Euro aus. Durch Neueinstellungen sinken die Ausgaben für Arbeitslosengeld und Soziales. Aufgrund sinkender Arbeitslosigkeit haben die öffentlichen Haushalte laut KfW bis zu 1,8 Milliarden Euro mehr zur Verfügung. Zusammen genommen profitiert der Staat von Mehreinnahmen und geringeren Ausgaben in Höhe von bis zu 7,2 Milliarden Euro.