PVT-Module erzeugen Strom und Wärme
In seiner neuen Episode erläutert der Podcast des Fachmagazins Gebäude-Energieberater (GEB), wie photovoltaisch-thermische Kollektoren (PVT) funktionieren und was ihre Vorteile sind.
PVT lässt Wärmepumpen effizienter arbeiten
Einerseits lassen sich mit PVT-Kollektoren bildlich gesprochen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn sie erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme und nutzen damit das Sonnenlicht effizienter als ein Photovoltaikmodul oder ein Sonnenkollektor alleine. Andererseits könnte man einwenden, dass es sich bei den Hybriden um nichts Halbes und nichts Ganzes handele, weil sie wärmeseitig nicht die zur Heizungsunterstützung oder gar zur Warmwasserbereitung notwendigen Temperaturen liefern können. Deshalb kommt es auf die Systemtechnik an, denn als Energielieferant für eine Wärmepumpe steigern sie mit hohen Eingangstemperaturen die Effizienz der thermodynamischen Maschine und liefern umweltfreundlichen Strom für ihren Kompressor.
So funktioniert PVT
„PVT-Kollektoren stellen eine planerische und systemtechnische Herausforderung dar – und sie sind wenig bekannt“, erklärt GEB- und Pelletshome-Redakteur Joachim Berner im Podcast #19 „Mit der Abwärme von Solarzellen heizen“, warum sich die Technologie noch nicht durchgesetzt hat. Und es liegt daran, dass die Hybride für Normenschreiber und Programmverantwortliche schwer einzuordnen sind. So sind sie bislang weder in der Fachwelt noch bei Fördermittelgebern richtig angekommen. Dabei ist ihre Funktionsweise recht einfach: An der Rückseite von PV-Modulen ist ein Wärmeüberträger angebracht, durch den eine Flüssigkeit fließt, die die Abwärme der Solarzellen aufnimmt und beispielsweise einer Wärmepumpe als Wärmequelle dient. Außerdem kühlt der Abtransport der Wärme die PV-Module, sodass sie mehr Strom erzeugen.