Podcast zu Heizungsmonitoring
Bereits mit wenigen Sensoren lässt sich ein Heizungsmonitoring umsetzen, mit dem der Energieverbrauch um bis zu 20 Prozent gesenkt werden kann. Wie das funktioniert erklärt Folge 42 des Gebäudewende-Podcast.
Heizungsmonitoring
„Wenn wir über Digitalisierung sprechen, reden wir zunächst mal über Daten“, sagt Marcus Rackel, Teamleiter beim Kompetenzzentrum Energieeffizienz durch Digitalisierung, im Podcast Gebäudewende. Nur wenn Informationen über Temperaturen, Laufzeiten oder Verbrauch von Heizungsanlagen vorliegen, könne daraus Wissen und schließlich eine tatsächliche Wertschöpfung durch Optimierung entstehen. Heißt im Umkehrschluss: Ein Großteil der Heizungsanlagen läuft ineffizient, weil kaum Betriebsdaten vorliegen. „Häufig gibt es lediglich eine jährliche Endabrechnung“, sagt Rackel. Mit einem Heizungsmonitoring – also der kontinuierlichen Erfassung und Auswertung dieser Daten – lassen sich Einsparpotenziale erschließen und die Effizienz deutlich verbessern. Dafür reichen laut Rackel oft wenige, nicht invasiv nachrüstbare Sensoren.
Monitoringstrategien unterscheiden sich je nach Gebäudetyp
Heizungsmonitoring eignet sich laut Rackel für nahezu alle modernen Wärmeerzeuger. Je nach Gebäudetyp unterscheiden sich die Monitoringstrategien. Bei Wohngebäuden konzentriert man sich meist auf den Heizungsraum, während in Nichtwohngebäuden digitale Thermostate Mehrwert bieten. Diese können beispielsweise geöffnete Fenster erkennen, Räume nach Belegungsplänen steuern oder automatisch den hydraulischen Abgleich unterstützen. Ein weiterer Vorteil des Monitorings ist die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben. So unterstützen kontinuierliche Messungen die Anforderungen aus dem Gebäudeenergiegesetz – etwa zu Effizienzprüfungen von Heizungen oder zur Gebäudeautomation bei großen Nichtwohngebäuden. Zudem liefert das Monitoring wertvolle Daten für künftige Sanierungsentscheidungen. Mit realen Messwerten lassen sich Maßnahmen besser planen, dimensionieren und wirtschaftlich bewerten.