Solarthermie schwächelt im Kleinen und wächst im Großen

Dienstag, 18. Februar 2025 | Autor: Joachim Berner

Große Solarthermie in Ludwigsburg Große Solarthermie in Ludwigsburg Nach dem Absatzrückgang 2024 hofft die Solarthermie-Branche auf eine bessere Energiepolitik und einen Nachfrageschub bei solarer Raum- und Prozesswärme.

Solarthermie braucht mehr politische Unterstützung

Während die Energiewende im Stromsektor im vergangenen Jahr weiter voranschritt, stockte es kräftig bei der Nachfrage nach ökologischen Heizungen. Nicht nur beim Absatz von Biomasseheizungen und Wärmepumpen lief es schlecht. Auch die Solarthermie hatte einen Rückgang von 40 Prozent zu verzeichnen. Lediglich 26.000 Solarthermieanlagen wurden installiert. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) führt das schlechte Ergebnis auf die Ungewissheit, welche energiepolitischen Akzente die neue Bundesregierung setzen wird, und das Abflauen der Energiekrise zurück. Er appelliert an alle Parteien, aufgrund der hohen Bedeutung des Wärmesektors für einen wirksamen Klimaschutz keinerlei Zweifel an einer ernsthaften Energiewende im Wärmesektor aufkommen zu lassen. Zumal das grundsätzliche Interesse an Solarthermie vorhanden sei: Vier von zehn privaten Immobilieneigentümer:innen können sich die Installation einer Solarwärmeanlage zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung vorstellen oder planen diese bereits, hat Befragung im vergangenen November ergeben.

Branche hofft auf kommunale Wärmeplanung

„Die nächste Bundesregierung muss in einem 100-Tages-Programm endlich den Solarturbo im Wärmesektor zünden, um das erhebliche Potenzial der Solarenergie für eine klimafreundliche sowie langfristig bezahlbare Raum- und Prozesswärme zu heben“, fordert BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Bis 2045 könnten solarthermische Kraftwerke in Deutschland vier- bis sechsmal so viel Wärme erzeugen wie derzeit mit zehn Terawattstunden pro Jahr. Besondere Hoffnung setzt er auf den Bau großer solarthermischer Kraftwerke zur Nah- und Fernwärmeerzeugung und rechnet mit einem Wachstumsschub insbesondere in der zweiten Hälfte der 2020er-Jahre. „Immer mehr Kommunen werden dann ihre Wärmeplanungen abgeschlossen haben, die nach dem Wärmeplanungsgesetz vorgeschrieben sind“, erklärt Körnig. Als Grund für seinen Optimismus nennt er die günstigen Erzeugungskosten von Solarthermie im großtechnischen Maßstab, die umweltfreundliche Wärme bereits für fünf Cent je Kilowattstunde liefern kann.

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