Richtig mit Holz heizen

Mittwoch, 24. Dezember 2025 | Autor: Joachim Berner

Richtig heizen mit Holz ist nicht schwer Richtig heizen mit Holz ist nicht schwer Feuchtes Holz, ungenügende Luftzufuhr, mangelnde Ofenpflege – bei der Handhabung einer Feuerstätte gibt es einiges zu beachten. Wie Sie richtig mit Holz heizen, erklärt der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik.

Richtig mit Holz heizen: Brennstoffe, Luft und Abbrand beachten

Ein guter Abbrand beginnt mit dem passenden Brennstoff. Trockenes, naturbelassenes Holz mit einer Restfeuchte von höchstens 20 Prozent sorgt für eine hohe Wärmeausbeute. Ofenfertiges Brennholz können Sie vom regionalen Brennholzhändler beziehen. In der Anheizphase sollten Sie die Luftzufuhr vollständig öffnen, damit sich ein kraftvolles Feuer entwickeln kann. Erst wenn ein Glutbett entstanden ist, passen Sie die Luftzufuhr schrittweise an. Drosseln Sie zu früh, entsteht ein schwacher Abbrand mit hoher Rauchentwicklung. Auch auf die Holzmenge kommt es an. Zwei bis drei Scheite reichen in den meisten Feuerstätten aus. Legen Sie zu viel Brennholz auf, gelangt zu wenig Luft an das Feuer. Ebenfalls wichtig: Über Nacht sollte kein Schwelbetrieb aufrechterhalten werden – ein vollständiges Ausbrennen und ein neuer Abbrand am Morgen sind effizienter und reduzieren unnötige Emissionen.

Feuerstätte pflegen und warten

Damit die Feuerstätte zuverlässig arbeiten kann, sollten Sie die vorgegebenen, regelmäßigen Inspektionen des Schornsteinfegers einhalten. Er stellt sicher, dass Abgasweg und Schornstein frei sind und der notwendige Zug vorhanden ist. Asche und Ruß sollten Sie regelmäßig aus Brennraum und Aschekasten entfernen, da verschlossene Luftkanäle die Verbrennung behindern. Damit das Flammenbild sichtbar bleibt, können Sie die Sichtscheibe mit einem Spezialschwamm oder einem milden Reiniger säubern. Auch die Türdichtung sollten Sie kontrollieren. „Schließt die Brennraumtür nicht mehr fest, kann Fehlluft in den Brennraum gelangen. Das beeinträchtigt den Abbrand und führt zu einer verstärkten Verrußung der Scheibe“, erklärt HKI-Wirtschaftsreferent Thomas Schnabel.

Öfen in dichten Gebäuden betreiben

In modernen, gut gedämmten Häusern arbeiten viele Geräte mit Ventilatoren – etwa Dunstabzüge oder Lüftungsanlagen. Wenn sie Luft aus dem Gebäude absaugen, kann sich der Druck im Aufstellraum verändern. Im Einzelfall besteht dann die Möglichkeit, dass Rauch in den Wohnraum gelangt. Für einen reibungslosen Betrieb stehen bewährte technische Lösungen bereit: Fensterkontaktschalter erlauben den Betrieb von Abluftgeräten nur bei geöffnetem Fenster, Unterdruckwächter überwachen die Druckverhältnisse im Raum. Zudem lassen sich viele Feuerstätten raumluftunabhängig betreiben. Hierbei wird die Verbrennungsluft über einen separaten Anschluss von außen zugeführt.

Melder kontrollieren CO-Werte

Kohlenmonoxid (CO) kann in den Raum gelangen, wenn Verbrennungsgeräte wie Holzöfen oder Gasthermen ihre Abgase durch technische Defekte nicht vollständig abführen können. Da CO farb- und geruchlos ist, lässt es sich ohne technische Hilfe nicht erkennen. Ein CO-Melder ist eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme. Zudem sind die Geräte gemäß den gesetzlichen Vorschriften und Herstellervorgaben regelmäßig zu warten. Der HKI warnt: Holzkohle- und Gasgrills sowie Gasterrassenstrahler gehören ausschließlich ins Freie. Ohne Abgasführung können sie erhebliche Mengen Kohlenmonoxid freisetzen und sind daher für Innenräume nicht zugelassen.

Weitere Tipps, Videos und Checklisten finden Sie unter www.ratgeber-ofen.de.

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