Für Verbraucher mit Ölheizungen ist eine warme Wohnung in Deutschland zum Luxusgut geworden. Die durchschnittlichen Preise für Heizöl sind in den letzten beiden Jahren um 26 Prozent angestiegen. Das meldet das Verbraucherportal Verivox. Demnach kosteten 2.000 Liter Heizöl 2010 durchschnittlich 1.306 Euro. Im Jahr 2011 mussten die Verbraucher für die gleiche Menge bereits 1.648 Euro bezahlen. Im Januar 2012 ist der Preis weiter auf 1.777 Euro gestiegen. Ein Ende des Preisanstiegs sei nicht abzusehen, kündigt Verivox in einer Presseinformation an. Die Analysten von Unicredit Research würden für das Jahr 2012 von einem durchschnittlichen Rohölpreis von 120 Dollar pro Barrel (Brent) aus. Im Jahr 2011 lag er noch bei rund 115 Dollar.
Verbraucher mit Gasheizungen müssen ebenfalls mehr bezahlen. Der Kostenanstieg von vier Prozent ist im Vergleich zum Heizöl jedoch verhältnismäßig gering. “Die Verbraucher mit Gasanschlüssen haben im Vergleich mit Heizölkunden die geringeren Heizkosten, doch der Trend zeigt auch hier eindeutig nach oben”, sagt Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox. Mit einem Wechsel des Gasanbieters ließen sich die Heizkosten um durchschnittlich 274 Euro reduzieren. Verivox rät daher zu einem Vergleich der aktuellen Gaspreise.