Heizkostenanalyse: Kalte Witterung trieb Heizkosten 2025 deutlich nach oben

Donnerstag, 22. Januar 2026 | Autor: Joachim Berner

Heizkostenanalyse ergibt Mehrverbrauch Heizkostenanalyse ergibt Mehrverbrauch Das vergangene Jahr war für Heizkunden teilweise deutlich teurer, wie eine Heizkostenanalyse des Vergleichsportals Verivox zeigt.

Heizkostenanalyse: Menschen mussten 2025 mehr heizen

Haushalte in Deutschland mussten 2025 für ein warmes Zuhause teils deutlich mehr bezahlen als im Vorjahr. Die Heizkosten für Gaskunden stiegen um rund 13 Prozent. Bei Ölheizungen fiel der Anstieg mit vier Prozent moderat aus, da gesunkene Heizölpreise den höheren Heizbedarf teilweise kompensierten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Vergleichsportals Verivox mit Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes. Demnach war das Jahr 2025 insgesamt warm, sonnenreich und niederschlagsarm. Dennoch führten ein vergleichsweise kalter Februar sowie ein Kälteeinbruch im November mit Frost und Schneefall dazu, dass der Heizbedarf eines Musterhaushalts im Einfamilienhaus gegenüber dem Vorjahr um 8,9 Prozent zunahm. Die Kosten ökologischer Brennstoffe wie Holzpellets hat Verivox im Gegensatz zu den fossilen Energieträgern in seiner Heizkostenanalyse nicht untersucht.

Gaskosten stiegen um rund 13 Prozent

Dementsprechend mussten Haushalte mit Gasheizung 2025 höhere Kosten für ein warmes Zuhause stemmen. Eine Familie mit Gasheizung zahlte durchschnittlich 2.202 Euro und damit 12,7 Prozent mehr als im Vorjahr (plus 247 Euro). Neben dem höheren Verbrauch trieben auch gestiegene Gaspreise, die im Jahresmittel etwas über dem Vorjahresniveau lagen, die Kosten. Gemäß dem von Verivox erhobenen Haushaltspreis kostete eine Kilowattstunde Gas 2025 durchschnittlich 11,28 Cent. 2024 waren es 11,05 Cent pro Kilowattstunde. Damit verteuerte sich Gas auf Jahressicht um 2,1 Prozent.

Ölkunden zahlten vier Prozent mehr

Auch Haushalte mit Ölheizung mussten in der Heizsaison 2025 tiefer in die Tasche greifen. Die Heizkosten beliefen sich auf durchschnittlich 1.860 Euro – ein Anstieg von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (plus 68 Euro). Der höhere Heizbedarf wirkte sich dank gesunkener Heizölpreise jedoch weniger stark auf die Gesamtkosten aus. So kostete leichtes Heizöl 2025 im Durchschnitt 94 Euro je Hektoliter, nach 99 Euro im Jahr 2024. Das entspricht einem Preisrückgang von 5,1 Prozent.

Details zur Methodik der Heizkostenanalyse

Für die Berechnung des Heizbedarfs hat Verivox die Gradtagzahlen des Deutschen Wetterdienstes der Jahre 2024 und 2025 herangezogen. Die Gradtagzahl wird für alle Tage berechnet, an denen die durchschnittliche Tagesaußentemperatur unter der Heizgrenztemperatur von 15 Grad liegt. An jedem Tag, an dem die Außentemperatur 15 Grad unterschreitet, addiert sich eine Gradtagzahl hinzu. Beträgt die Außentemperatur acht Grad, ergibt sich die Gradtagzahl zwölf aus der Differenz zur Solltemperatur von 20 Grad in Gebäuden. Die durchschnittlichen Gaspreise entsprechen dem von Verivox erhobenen Haushaltspreis Gas. Die Heizölpreise wurden vom Statistischen Bundesamt und von Esyoil übernommen. Der Musterhaushalt entspricht einer drei- bis vierköpfigen Familie in einem freistehenden Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden (Basisjahr 2011).

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