Kosten für Heizenergie im Blick
Heizenergie ist in den vergangenen fünf Jahren deutlich teurer geworden. Wie viel mehr Haushalte zahlen müssen, hängt vom verwendeten Energieträger ab.
Kosten für Heizenergie aus Gas verharren auf hohem Niveau
Während sich die Preise für Heizenergie aus Gas und Heizöl zwischen Juni 2020 und Juni 2025 fast verdoppelt haben, wurde Strom für Wärmepumpen nur um ein knappes Sechstel teurer. Das geht aus einer Analyse des Vergleichsportals Verivox hervor. “Während der heißen Phase der Energiekrise in den Jahren 2022 und 2023 waren die Gaspreise noch deutlich höher als jetzt. Sie wurden jedoch durch die Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung abgefedert. Diese Zuschüsse sind aber mittlerweile ausgelaufen und die Haushalte zahlen damit fast doppelt so viel wie vor fünf Jahren”, erklärt Energieexperte Thorsten Storck von Verivox.
Wärmepumpenstrom hat sich deutlich weniger verteuert
Für Wärmepumpenstrom gelten reduzierte Stromnetzgebühren, Umlagen und Abgaben. Darum fällt der Preisanstieg bei dieser Heizungsart in den vergangenen fünf Jahren deutlich niedriger aus als bei Gas und Heizöl. “Unabhängig von den internationalen Rohstoffpreisen werden sich die fossilen Brennstoffe in Zukunft durch den steigenden CO2-Preis weiter verteuern”, prognostiziert Thorsten Storck. Ab 1. Januar 2026 wird der CO2-Preis innerhalb eines Korridors von 55 bis 65 Euro liegen. Das sind bis zu 10 Euro mehr je Tonne CO2 als noch in diesem Jahr. Die durch die CO2-Bepreisung verursachten Kosten für ein Einfamilienhaus mit einem Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden liegen dann zwischen 237 Euro und 281 Euro, bei 2.000 Litern Heizöl sind es zwischen 350 Euro und 414 Euro.