Pelletsbranche: Anlagenverkauf
Die Pelletsbranche blickt einigermaßen zufrieden auf das vergangene Jahr zurück, mit Vorsicht jedoch auf 2026.
Pelletsbranche rechnet mit einem niedrigen Zubau
Der erneuerbare Heizungsmarkt war im vergangenen Jahr zwar von politischer Unsicherheit und einem Abwarten der Heizungskunden geprägt. Nach zwei Jahren mit deutlichen Absatzeinbrüchen zeichnete sich dennoch eine Trendumkehr bei Pelletsheizungen ab. Mit 35.000 Kaminöfen und Heizungen verbucht die Pelletsbranche ein leichtes Absatzplus von 14 Prozent. Die für die Klimaziele notwendigen Austauschraten erreicht der Wärmemarkt immer noch nicht. Die diese Woche angekündigten Anpassungen am Gebäudemodernisierungsgesetz scheinen dem Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) zufolge keinen deutlichen Impuls für den erneuerbaren Heizungsmarkt zu geben. Er rechnet daher für 2026 weiterhin nur mit einem niedrigen Zubau.
Pelletsbranche erwartet keine Steigerung beim Zuwachs
Angesichts der andauernden politischen Hängepartie rechnet die Pelletsbranche 2026 mit einem ähnlichen Anlagenverkauf wie im Vorjahr: 13.000 luftgeführte Kaminöfen, 23.250 Kessel bis 50 Kilowatt Leistung sowie wasserführende Kaminöfen, außerdem 750 größere Feuerungen und KWK-Anlagen erwartet. Damit wären bundesweit bis Jahresende 777.500 Pelletsheizanlagen in Betrieb. Sie sparen jedes Jahr mittlerweile 4,6 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ein, genauso viel wie die jährlichen Emissionen von zwei Millionen Pkw. Die 17 Terawattstunden Wärme aus Pellets entsprechen neun Prozent am Erneuerbaren und knapp 1,7 Prozent am gesamten Wärmeverbrauch 2024.
Pelletsbranche: Brennstoffproduktion
Versorgung mit Holzpellets ist sicher
Trotz widriger Marktbedingungen haben die deutschen Pelletsproduzenten ihre Mengen steigern können. Vier Millionen Tonnen Holzpellets wurden laut DEPV 2025 hergestellt. Deutschland bleibt mit 17.000 Tonnen Außenhandelsüberschuss Nettoexporteur bei den Presslingen. Hauptexportziele sind Italien und Österreich. Potenzial für Produktionssteigerungen ist weiterhin vorhanden. Momentan werden nur etwa die Hälfte der jedes Jahr anfallenden Sägenebenprodukte – Reste aus der Holzverarbeitung – zu Pellets gepresst. Aufgrund des schleppenden Heizungsmarkts geht der DEPV im laufenden Jahr von einer ähnlichen Menge wie 2025 aus.