Parkstadt Unterliederbach: Holzpellets machen Wohnen sozial

Freitag, 02. Februar 2018 | Autor: Joachim Berner

In der Parkstadt Unterliederbach macht eine kommunale Wohnungsgesellschaft vor, dass sich umweltfreundliches und kostengünstiges Wohnen nicht ausschließen. Dank der Kombination von Holzpellets und Solarthermie in einem Wärmenetz genießen die Mieterinnen und Mieter dauerhaft niedrige Nebenkosten.

Parkstadt Unterliederbach: Sozialer Wohnungsbau heißt solarer Wohnungsbau

“Die Parkstadt Unterliederbach ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie eine regenerative Wärmeversorgung kostengünstig und klimaschonend gelingt”, erklärt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). Mit dem Projekt habe die kommunale Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft (KEG) als Vermieter das Ziel verwirklichen können, im sozialen Wohnungsbau mit erneuerbaren Energien die Nebenkosten für das Heizen und die Gebäudetechnik langfristig niedrig zu halten. Die Wärmenetzkundinnen und -kunden in dem Quartier zahlen für eine Kilowattstunde Wärme 5,5 bis sechs Eurocents. Der jährliche Grundpreis beträgt 350 Euro. “Die Wärmewende ist auch im sozialen Wohnungsbau zu schaffen. Mit Erneuerbaren Energien können Plusenergiehaus-Standard und kostengünstiges Bauen Hand in Hand gehen”, erklärt Vohrer.

Parkstadt Unterliederbach: Holzpellets und Solarthermie ergänzen sich

Das Wärmenetz des kommunalen Versorgers Mainova ist als Insellösung nicht an dessen flächendeckendes Frankfurter Fernwärmenetz angeschlossen. Als wichtigste Wärmequelle nutzen die Mieterinnen und Mieter der Parkstadt Unterliederbach Holz aus dem benachbarten Odenwald. Ein mit Holzpellets befeuerter Kessel speist Wärme für die Gebäude in das Wärmenetz ein. Die Plusenergiehäuser decken im Jahresmittel 110 Prozent des eigenen Bedarfs. Das darüber hinausgehende Angebot an Solarwärme darf in das Wärmenetz eingespeist werden, kann aber auch in den Sommermonaten im Erdreich gespeichert werden. In einer 140 Kubikmeter großen Wasserzisterne wird die Solarwärme in den Speicher geleitet. In den Wintermonaten wird die Wärme so lange entnommen, bis das Wasser um die Röhre zu gefrieren beginnt. Aus dem Wärme- wird dann ein Eisspeicher.

Ein ausführliches Portrait und Bilder aus der Parkstadt Frankfurt-Unterliederbach finden Sie auf Energie-update.de.

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