Das ehemalige Kohlekraftwerk in Atikokan im Norwesten des kanadischen Bundesstatts Ontario erzeugt jetzt Strom aus Holzpellets. Als es am 11. September 2012 letzmals Kohle verbrannt hat, war der Umbau zum umweltschonenden Biomassekraftwerk bereits im vollen Gange. Mehr als 200 Arbeitskräfte haben zwei Jahre lang daran gearbeitet, das Kraftwerk von Kohle auf Holzpellets umzustellen.
Ontario wird kohlestromfrei
“Es beginnt eine neue Ära in Ontario – eine Ära mit sauberer Luft, in der jener hohe Preis, den wir für die Nutzung von Kohleenergie zahlen mussten, der Vergangenheit angehört”, sagt Ontarios Energieminister Bob Chiarelli. Der erfolgreiche Umbau werde die Provinz zu einem der weltweiten Vorreiter auf dem Gebiet der erneuerbaren Energie machen. Ontarios Plan, sich von der Kohleverstromung zu lösen, bedeutete die größte Einzelinitiative zum Klimaschutz, die auf dem nordamerikanischen Kontinent unternommen wurde.
Biomassekraftwerk erzeugt umweltfreundlichen Strom und Jobs
Das neue Atikokan Kraftwerk soll jährlich 150 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen – genug Energie für 15.000 Haushalte. Um das zu schaffen, verbraucht das Kraftwerk mehr als 90.000 Tonnen an Holzpellets, die aus Ontario stammen. Damit garantiert es nicht nur die 70 Arbeitsplätze im Kraftwerk selbst, sondern schafft neue Jobs bei verschiedenen Zulieferern. Insgesamt sollen mehr als 200 Stellen durch die Umwandlung entstehen.