Anteile der erneuerbaren Energien
Nur leicht um 0,2 Prozent ist der Anteil der erneuerbaren Energien im Wärmesektor in Deutschland gestiegen. Das zeigen aktuelle Zahlen des Umweltbundesamts (UBA).
Wärmewende braucht die erneuerbaren Energien
Im Wärmebereich stieg der Anteil der erneuerbaren Energien laut UBA im vergangenen Jahr von 14,3 auf 14,5 Prozent. Im Verkehrssektor verharren die erneuerbaren Energien bei 5,6 Prozent. Beim Strom stieg ihr Anteil dagegen auf den Rekordwert von 42,1 Prozent (2018: 37,8 Prozent). “Bislang wird die Energiewende vor allem durch den Stromsektor getrieben. Der Wärmesektor ist hier leider, ebenso wie der Verkehrssektor, noch nicht auf dem richtigen Pfad”, kommentiert UBA-Präsident Dirk Messner die Zahlen. Im vergangenen Jahr sei zwar etwas mehr erneuerbare Energie produziert worden, gleichzeitig sei aber auch der gesamte Energieverbrauch gestiegen. Sowohl im Wärme- las auch im Verkehrssektor kommt die Entwicklung kaum voran. Schon in den Vorjahren hatte es nur geringe Steigerungen des Erneuerbaren-Anteils gegeben.
Deutschland rennt EE-Zielen hinterher
Deutschland hat sich 2009 im Rahmen der europäischen Erneuerbaren-Energien-Richtlinie das Ziel gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 auf 18 Prozent zu steigern. Bis 2030 soll der Anteil bei 30 Prozent liegen. Setzt sich die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre jedoch fort, wird dieses Ziel laut UBA nicht erreicht. So sei der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch seit 2009 trotz des starken Wachstums im Stromsektor nur um rund sechs Prozentpunkte von 10,9 Prozent auf 17,1 Prozent gestiegen. Bis 2030 muss der Anteil damit noch um mehr als zwölf Prozentpunkte ansteigen.