von links: Pfarrer Ignacy Kobus, Ronny Metzner (Zukunftsenergie Marktschorgast), Thomas Banning (Naturstrom AG), Marc Benker (Zukunftsenergie Marktschorgast)
Eine Nahwärmeversorgung für fünf Haushalte und zwölf kommunale Gebäude hat Naturstrom in dem nordbayerischen Ort Marktschorgast in Betrieb genommen. Der Ökostromversorger kombiniert vier Kombikessel für Pellets und Hackschnitzel, ein Blockheizkraftwerke sowie eine Solarwärmeanlage.
Ökologische Nahwärmeversorgung macht Energiekosten kalkulierbar
Mit dem Umstieg auf ökologische Nahwärme sparen die Anschlussnehmer nach den Berechnungen von Naturstrom etwa 270.000 Liter Heizöläquivalent. Damit vermeiden sie jährlich umgerechnet über 700 Tonnen Kohlendioxid. “Nicht zuletzt profitieren die angeschlossenen Haushalte und die Kommune von den langfristig kalkulierbaren Heizkosten”, sagt Thilo Jungkunz, Geschäftsbereichsleiter Dezentrale Energieversorgung. Die Heizzentrale beherbergt vier Kombikessel mit Leistungen von jeweils 155 Kilowatt. Ein Blockheizkraftwerk mit einer thermischen Leistung von 12,5 Kilowatt und einer elektrischen Power von 5,5 Kilowatt liefert unter anderem den Strom für die Pumpen, die das Wasser durch die Leitungen des Nahwärmenetzes strömen lässt. Auf dem Dach des Heizhauses installierte Naturstrom Sonnenkollektoren mit einer Fläche von 270 Quadratmetern.
Naturstrom baut weitere Nahwärmenetze
Das Wärmenetz und die Heizzentrale betreibt Naturstrom. Von den rund 2,7 Millionen Euro, die das Unternehmen in das Projekt investiert, fließen 2,2 Millionen Euro über Aufträge an Unternehmen aus der Region. Eine lokale Genossenschaft, die Zukunftsenergie Marktschorgast, beteiligt sich finanziell an dem Projekt. Ein erstes eigenes Nahwärmenetz hatte Naturstrom im vergangenen Jahr im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz umgesetzt. Seitdem hat die Nahwärme-Abteilung im jungen Geschäftsbereich Dezentrale Energieversortung mehrere neue Projekte akquiriert. Weitere Nahwärmenetze sind derzeit in den Eifelgemeinden Gondorf und Neuerburg im Bau.