Klimavolksbegehren-Sprecherin Rogenhofer
Die österreichische Wirtschaft unterstützt das Klimavolksbegehren. Über 200 Unternehmen haben einen offenen Brief der Initiative an die Bundesregierung unterschrieben.
Klimavolksbegehren fordert Kurswechsel in der Energiepolitik
In dem Schreiben warnt das Klimavolksbegehren, infolge der Corona-Krise die zweite große Krise – die Klimakrise – nicht hintenan zu stellen. “Wir müssen diesen entscheidenden Moment nutzen, um unsere Wirtschaft zukunftsfähig und krisensicher zu gestalten: sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltig”, erklärt Sprecherin Katharina Rogenhofer. Es gelte Chancen zu nutzen und einen Kurswechsel in Richtung klima- und lebensfreundlicher Zukunft einzuschlagen. Dafür fordert das Klimavolksbegehren zusammen mit 200 Unternehmen konkrete Maßnahmen der Politik in der Eintragungswoche von 22. bis 29. Juni 2020. Zu den Unterzeichnern des offenen Briefes gehören unter anderem Billa, ÖBB und die VBV-Vorsorgekasse. “Wir unterstützen das Klimavolksbegehren, weil die Klimakrise das zentrale – und dramatischste – Thema der Gegenwart und Zukunft ist”, erklärt VBV-Geschäftsführer Andreas Zakostelsky.
Energiewende schafft zukunftsfähige Arbeitsplätze
In dem Schreiben fordern die Unternehmen, mit Investitionen die Energie- und Mobilitätswende voranzutreiben. Dadurch würde nicht nur der Klimakrise entgegengewirkt, sondern gleichzeitig hunderttausende zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen. Allein die Photovoltaikbranche biete das Potenzial für bis zu 200.000 Beschäftigungsstellen. Investitionen in die Bahninfrastruktur und das Nah- und Fernverkehrsangebot würden den Wirtschaftsstandort stärken. Von der Bundesregierung fordern die Unternehmen eine klare Richtungsentscheidung. Eine kluge Steuer- und Abgabereformen, die die Förderung fossiler Energie beseitige und klimafreundliches Handeln belohne, würde kaum zu Mehrausgaben führen. Das würde mit einer sozialen Rückvergütung in der Krise gerade den Haushalten helfen, die am meisten belastet sind.