Viermal so viele Biomassekessel wie Ölheizungen wurden im Vorjahr in Österreich installiert. Bei jeder vierten von den insgesamt 2,3 Millionen Zentralheizungen in Österreich handelt es sich inzwischen um einen Stückholz-, Hackgut- oder Pelletskessel. Das meldet die Landwirtschaftskammer Niederösterreich (LK NÖ). “Österreichische Biomasse-Kesselhersteller sind an der Weltspitze und Vorbild für andere. Die Nutzung von Biomasse ist ein wichtiger Teil zur Erreichung unserer klima- und energiepolitischen Zielsetzungen – CO2-neutral, erneuerbar und in der Region gewachsen”, sagt LK NÖ-Präsident Hermann Schultes. Jeder einzelne Bürger könne seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der Aufwärtstrend bei Biomasseheizungen zeige, dass sich viele ihrer klimapolitischen Verantwortung bewusst seien.
LK NÖ-Präsident Hermann Schultes: "Trotz hoher Förderung seitens der Ölwirtschaft beim Kesseltausch tappen die Österreicher offensichtlich nicht in die ausgelegte Erdölfalle." (Foto:www.lebensministerium.at)
In Österreichweit wurden im vergangenen Jahr 20.472 Stückholz-, Hackgut- und Pelletsheizungen bis 100 Kilowatt Leistung installiert. Moderne Stückholzkessel konnten mit 6.328 und Hackgutheizungen mit 3.744 Geräten das Vorjahresergebnis leicht übertreffen. Pelletskessel konnten sogar um 28 Prozent auf 10.400 Anlagen zulegen. Im Vergleich dazu wurden 2011 insgesamt 5.900 Ölheizungen montiert, ein Minus von 22 Prozent. “Allein die derzeit in Österreich installierten Pelletsheizungen ersetzen 400 Millionen Liter Heizöl. Das sind 400 Millionen Euro, die im Land bleiben, um Arbeitsplätze zu sichern, anstatt sie in krisengefährdete Erdölgebiete im Nahost zu überweisen”, erklärt Schultes.